Die TaP-Krise schwelt weiter: Bezirksamt findet keinen Interessenten für das soziokulturelle Zentrum in Biesdorf

Das Interessenbekundungsverfahren zum Theater am Park scheint zu scheitern. Es wird bereits nach einem neuen Konzept gesucht. Foto: hari | Foto: hari
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Biesdorf. Die Ausschreibung des Theaters am Park ist noch nicht offiziell beendet. Doch schon wird an einem Plan B gearbeitet.

Der Verein „Theater am Park“ betreibt momentan das Haus am Frankenholzer Weg und bemüht sich, das Gebäude als öffentliche Kultureinrichtung zu erhalten. Die meisten Innenräume sind saniert, doch die ganz großen Investitionen in ein neues Dach und die Sanierung des großen Saals kann er nicht finanzieren.

Mit einem Interessenbekundungsverfahren wollte das Bezirksamt die Probleme lösen. Seit Herbst 2016 sucht es einen Investor, der die finanziellen Mittel hat, den Erhalt des Hauses auf Dauer zu sichern. Im Falle des Scheiterns wollte das Bezirksamt das TaP dem Berliner Immobilienmanagement zum Verkauf übergeben.

Auf der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 23. Februar teilte Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) mit, dass das Interessenbekundungsverfahren ohne Ergebnis abgeschlossen sei. Die Mitglieder des Kulturausschusses informierte sie wenig später, dass es zwar vier Interessenten gegeben habe, aber keiner von ihnen ein langfristiges Finanzierungskonzept vorlegen konnte.

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) lehnt unterdessen einen Verkauf des TaP durch das Berliner Immobilienmanagement ab. Die BVV möchte das Haus in jedem Fall als soziokulturelle Einrichtung erhalten und fasste dazu einen Beschluss im Sommer vergangenen Jahres. Auf ihrer Sitzung Ende Februar setzte die BVV noch eins drauf und beschloss, dass beim weiteren Vorgehen der Kulturausschuss und der Hauptausschuss mit einzubeziehen sei.

Unterdessen arbeitet das Bezirksamt an einem Plan B. Danach sollen neben dem bisherigen Trägerverein auch die anderen Nutzer des Hauses wie die beiden ansässigen Tanzschulen ins Boot geholt werden. „Wir müssen jemanden finden, der den Mut hat, anzupacken. Mit dem neuen Konzept müssen Wege gefunden werden, Fördermittel zu akquirieren und Investitionen zu tätigen“, sagt Helmut Kontauts, Sprecher des TaP.

Vor allem hofft man, Lars Scheibner gewinnen zu können. Der ehemalige Tänzer ist künstlerischer Leiter der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz. Auf Nachfrage der Berliner Woche erklärte er, dass unter anderem geprüft werde, ob er mit seiner Tanzkompanie regelmäßig im TaP gastieren könne. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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