Stolperstein in der Brunnenstraße - Andenken an Christin jüdischer Herkunft

Mitte. Am 25. Juni um 14.30 Uhr wird vor dem Haus in der Brunnenstraße 40 ein Stolperstein für Lieselott Neumark verlegt.

Sie war eine katholische Christin jüdischer Herkunft, die 1943 in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Die Initiative für die Verlegung des Stolpersteins geht von Dr. Jürgen Meyer-Wilmes aus, einem früheren Vorsitzenden des Diözesanrates. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, katholische Laien zu ehren, die Widerstand gegen das NS-Regime geleistet oder sich für andere Verfolgte eingesetzt haben. Lieselott Neumark war ab 1941 Mitarbeiterin von Dr. Margarete Sommer im „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat“, das offiziell zum Katholizismus konvertierten Juden, tatsächlich aber auch anderen jüdischen Bürgern bei der Wohnungs- und Arbeitssuche sowie der Emigration aus Deutschland half.

Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegt seit 1997 in Berlin, Deutschland und anderen Ländern sogenannte Stolpersteine. Die Gedenktafeln aus Messing sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und an den früheren Wohnorten über deren Schicksal informieren.

DJ

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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