Lichterfelde. In der grauen, kalten Stadt gibt es einen Lichtblick für wintermüde Großstadtseelen. Die Kamelien im Botanischen Garten Berlin zeigen sich derzeit in schönster Blütenpracht und vermitteln eine Vorahnung auf den Frühling.
Das Kameliengewächshaus gleicht derzeit einem üppig blühenden Wald. Die Kamelienblüte ist auf dem Höhepunkt und wird mindestens bis in den April andauern. Ein Besuch im ostasiatischen Frühling lohnt sich.
Die ältesten Kamelien im Botanischen Garten Berlin sind bereits an die 80 Jahre alt und reichen bis unter das Gewächshausdach. Acht Wildkamelienarten und 54 zumeist historische Sorten werden im Kameliengewächshaus gezeigt. Neben den ausgepflanzten Kamelien werden fortwährend gekübelte Exemplare ausgewechselt, um immer die aktuellen Schönheiten im Schaugewächshaus zu präsentieren. Durch gezielte Auswahl der Sorten blühen die ersten Kamelien bereits im Herbst, die spätesten sind noch im Mai zu sehen. Der Höhepunkt der meisten Sorten liegt jetzt im Spätwinter.
Die erstaunliche Blütenvielfalt der Kamelien reicht von einfachen bis gefüllten Blüten. Nicht nur einfarbige weiße, rosa oder rote Blütenblätter lassen sich entdecken, sondern auch interessant gepunktete, gesprenkelte und gestreifte. Auch die Blütengrößen sind unterschiedlich: Während die Wildformen verhältnismäßig kleine Blüten zeigen, sind durch Jahrhunderte dauernde Züchtungsexperimente handtellergroße Blüten entstanden.
Bei den nächsten abendlichen Palmensinfonien im Botanischen Garten sind die Kamelienblüten auch zu sehen. Die nächsten Konzerte sind am 18. und 25. Februar, jeweils 18 Uhr. KaR
Der Botanische Garten, Eingänge Königin-Luise-Platz und Unter den Eichen, www.botanischer-garten-berlin.deist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt sechs, ermäßigt drei Euro.
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