Kranoldplatz modernisieren
Postkarten-Aktion für nachhaltige Umgestaltung des Areals am Bahnhof Lichterfelde Ost

Keine parkenden Autos mehr: Nach Vorstellungen der Initiative  soll der Kranoldplatz den Bürgern zurückgegeben und nachhaltig umgestaltet werden.  | Foto:  K. Rabe
  • Keine parkenden Autos mehr: Nach Vorstellungen der Initiative soll der Kranoldplatz den Bürgern zurückgegeben und nachhaltig umgestaltet werden.
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Der Kranoldplatz am Bahnhof Lichterfelde Ost ist nicht gerade ein Schmuckstück. Nur zum Wochenmarkt wird er zum Besuchermagnet. Die Initiative "Lebenswerter Kranoldplatz" setzt sich für eine Neugestaltung ein.

Gerade wurden über 500 Postkarten an das Bezirksamt übergeben, die Bürger mit Ideen für einen Kranoldplatz der Zukunft gestaltet haben. Die Initiative ist ein parteiunabhängiger Zusammenschluss von Bürgern aus dem Kiez, die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihres Stadtteils stark machen. Wie berichtet, fordert sie die BVV auf, noch in diesem Jahr einen Beschluss zu fassen. Dessen Inhalt soll die nachhaltige, klimabewusste, umweltverträgliche und ökologische Umgestaltung des Kranoldplatzes und seiner Umgebung sein.

Diese Forderung machten die Akteure auch in einem Schreiben deutlich, das sie zusammen mit den Postkarten an Bürgermeisterin Maren Schellenberg sowie die Stadträte Urban Aykal (beide Grüne) und Michael Karnetzki (SPD) übergaben. Mit dem Beschluss sollen die Voraussetzungen für ein Gesamtkonzept zur Gestaltung des Kiezes geschaffen werden. Die Initiative sieht enormen Handlungsbedarf im Verkehrsbereich. Besonders Radfahrer, Fußgänger und Menschen mit Mobilitätseinschränkung seien angesichts der jetzigen Gestaltung in ihrer Sicherheit gefährdet. Die Akteure wollen, dass der Kranoldplatz zu einem zeitgemäßen, modernen und lebenswerten Platz für alle wird – ohne jeglichen ruhenden und motorisierten Verkehr. Die Nutzung außerhalb der Markttage als Parkplatz ist nach Ansicht der Initiative nicht nötig. Zählungen von Parkplätzen in den benachbarten Parkhäusern im Einkaufszentrum LIO und in der Ferdinandstraße hätten ergeben, dass dort selbst zu Marktzeiten durchschnittlich rund 225 freie Plätze zur Verfügung stünden. „Das ist ein wichtiger Hinweis dafür, dass der Platz als Parkplatz gar nicht gebraucht wird und den Bürgern nach Jahrzehnten zurückgegeben werden kann“, sagt Stephan Voß von der Initiative. Daher wird auch die Entwicklung eines zeitgemäßen Parkraumkonzepts gefordert. Zu den Ideen gehört auch, den Kranoldplatz außerhalb der Marktzeiten attraktiv zu machen und die Aufenthalts- und Einkaufsqualität rundum zu verbessern. Damit werde nicht zuletzt der Einzelhandel vor Ort gestärkt.

Informationen und Kontakt: www.lebenswerterkranoldplatz.de

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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