Erinnerungen und Bilder gesucht
Wannsee. Zum 80. Jahrestag der Befreiung wird im Haus der Wannsee-Konferenz ab Juni eine Ausstellung über die US-Armee am Wannsee gezeigt. Im Sommer 1945 war die US-Armee im späteren Haus der Wannsee-Konferenz und in dessen Umgebung stationiert. Für die Ausstellung wird nach Erinnerungen an diese amerikanischen Soldaten sowie nach Bildern oder Berichten von Menschen gesucht, die sich selbst an die US Army in Wannsee erinnern können. Aufgefordert sind auch Nachkommen, die selbst oder von den Berichten ihrer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern erzählen können. Unter den US-Soldaten waren auch ehemals jüdische Deutsche, die nach 1933 vertrieben wurden und in den USA eine Heimat fanden. In Wannsee verhörten sie nun als Muttersprachler Kriegsgefangene und Kriegsverbrecher. Ein „Interrogation Camp“, in dem solche Verhöre stattfanden, lag in Wannsee – vermutlich an der Königstraße, zwischen Kyllmann- und Endestraße. Auch dort sind Menschen gesucht, die mehr darüber berichten können. Weitere Informationen und Kontakte sind auf www.ghwk.de/de/aktuelles/sammelaufruf-us-army-am-wannsee-1945 zu finden. KaR
Autor:Karla Rabe aus Steglitz |
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