Offener Brief gegen Hausversteigerung
Bewohner der Bouchéstraße 17 befürchten unbezahlbare Mieten

Die Mietergemeinschaft der Bouchéstraße 17 im Karl-Kunger-Kiez hat einen Offenen Brief an Politik, Presse und Unterstützer geschrieben. Darin thematisiert sie den bevorstehenden Verkauf ihres Hauses, wodurch die Verdrängung drohe.

„Unser Haus kommt unter den Hammer und droht zum Spekulationsobjekt zu werden. Wir wollen bleiben! Wir wehren uns! Machen Sie mit!“, heißt es. Am 21. April soll es nach Angaben der Mieter zu einer Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Eigentümergemeinschaft kommen. Der Verkehrswert sei mit rund 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Das Haus sei sanierungsbedürftig, viele Wohnungen stünden leer. Bisherige Eigentümer seien je zur Hälfte ein Familienerbe und die „Bouchéstraße 17 Liegenschafts GmbH“. Dahinter stünden zwei bekannte Immobilienakteure, welche das Haus in Gänze ersteigern wollten.

„Was sie mit dem Haus vorhaben, wissen wir nicht. Sicher ist, es geht um maximalen Profit“, schreiben die Mieter. „Wir befürchten, dass unsere Mieten unbezahlbar werden. Wir befürchten, dass wir verdrängt werden. Die Politik ist gefragt. Nur der Kauf des Hauses durch die öffentliche Hand, zum Beispiel durch ein städtisches Unternehmen wie Stadt und Land, kann unser Haus retten“, ergänzen sie. Ein weiterer Ausverkauf des Kungerkiezes und die Verdrängung der Menschen, so die Forderungen der Mietergemeinschaft, müsse verhindert werden.

Die Mietergemeinschaft tritt mit einer Facebook-Seite unter www.facebook.com/Bouchestrasse-17-105381852078127/?ref=py_c sowie einem Instagram-Kanal unter www.instagram.com/bouchestrasse17 auf und ist per E-Mail an bouche17@posteo.de zu erreichen.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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