Das Leben im Wald entdecken: Auch im Winter sind die Tiere sehr aktiv

Sie machen Kinder neugierig auf den Wald: Katja Becker (Mitte) sowie Martha Jesch und Philip Kastenhofer, die die Waldschule zurzeit in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr unterstützen. | Foto: BW
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Buch. Im Bucher Forst sind jetzt zwei Waldschul-Teams unterwegs. Zum einen macht die bisherige Waldschule Buch weiterhin ihre Angebote. Weil diese sehr stark nachgefragt sind, ist jetzt außerdem die Rucksackwaldschule "Eichhörnchen" mit Kindergruppen im Waldgebiet des Ortsteils auf Tour.

Alles, was sie für einen pädagogischen Ausflug mit Kindern in den Wald benötigt, hat Svenia Dritter in einem Rucksack verstaut: Seile, Lupen, Fellbeispiele von Tieren sowie ein kleiner Frischling aus Stoff. Ähnlich wie bei der fest im Bucher Forst verorteten Waldschule können Kindergruppen und Schulklassen mit Svenia Dritter einen Termin vereinbaren. "Wir treffen uns in der Regel an der Bushaltestelle Pölnitzweg. Von dort aus gehen wir dann Richtung Naturschutzgebiet Mittelbruch. Das hat eine etwas andere Struktur als der Bereich, in dem die Bucher Waldschule mit ihren Gruppen unterwegs ist", berichtet die Wald-Pädagogin.

Der ganze Waldschultag spielt sich im Freien ab. Deshalb müssen die Kinder entsprechend gekleidet sein; jetzt im Winter also schön warm und mit entsprechenden festen Schuhen.

Beim Waldschultag werden Theorie und Praxis verzahnt. "Ich führe keine Monologe, sondern rege die Kinder an, ihre eigenen Kenntnisse von der Natur einzubringen", sagt Svenia Dritter. So können die Kinder dann zum Beispiel anhand von Spuren erkunden, welche Tiere derzeit im Bucher Forst unterwegs sind.

Ziel der Rucksackwaldschule ist es, nach und nach auch noch das Forstgebiet Blankenfelde zu erschließen. Auch hier gibt es ein großes Areal, das von den Berliner Forsten verwaltet wird. Diese sind nämlich Träger der Berliner Waldschulen, und Betreiber der Pankower Angebote ist die INU gGmbH.

Die Rucksackwaldschule "Eichhörnchen" wird von Kindergruppen und Schulklassen bereits eifrig genutzt. Wider erwarten gab es sogar im Januar eine sehr gute Nachfrage, sodass viele Gruppen auch den ihnen bislang unbekannten Teil des Bucher Forstes erkunden konnten.

Ungebrochen groß ist indes die Nachfrage bei den Angeboten der stationären Waldschule. Diese sitzt zwar noch im gewohnten Gebäude, hat aber inzwischen die neue Adresse Hobrechtsfelder Chaussee 110. Katja Becker und ihr Kollege Harald Fuchs begrüßen hier ebenfalls Kita- und Grundschulkinder. Ihnen geben sie auf altersgerechte Weise Einblicke in die Flora und Fauna des Waldes.

Zurzeit stehen vor allem Winterthemen auf dem Programm. "Da begeben wir uns mit den Kindergruppen auf Spurensuche im Forst und sprechen über die Überlebensstrategien der Waldbewohner", so Katja Becker. Außerdem steht derzeit der Thementag "Bau von Vogelfutterglocken" bei den Besuchern hoch im Kurs.

Jeden Monat sind es um die 25 Gruppen, die in der Bildungseinrichtung einen Wald- oder einen Thementag erleben. Über 4850 angemeldete Besucher waren es im vergangenen Jahr insgesamt. Für Familien werden außerdem Familienwaldtage durchgeführt. Der nächste, für den sich Familien bereits jetzt anmelden können, findet am 22. März statt. Unter dem Motto "Ich glaub’, es hackt!" können Kinder und Eltern einen Blick hinter die Vogelhochzeitskulisse im Bucher Forst werfen.

Weitere Informationen zur Waldschule im Bucher Forst gibt es unter 94 11 47 33 sowie auf www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/waldschulen. Termine mit Svenia Dritter von der Rucksackwaldschule "Eichhörnchen" können unter 0175/962 07 60 vereinbart werden.
Bernd Wähner / BW
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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