Marienfelde. Am 18. und 19. Juni ist wieder „Langer Tag der Stadtnatur“. Auch die Naturwachtstation am Diedersdorfer Weg 5 ist in Kooperation mit dem bezirklichen Umwelt- und Naturschutzamt sowie der Stiftung Naturschutz mit von der Partie. Der Eintritt ist frei.
Insgesamt ist ein vielfältiges Angebot für kleine und große Naturfreunde in den Grünen Klassenzimmern der Naturschutzstation angekündigt. Unter anderem werden die Projekte „Auf der Kippe“ zum Thema Müll und „Vom Acker auf den Tisch“ zum Thema Landwirtschaft vorgestellt. Dazu gibt es Führungen durch den Naturschutzpark Marienfelde. Dabei gilt es unter anderem diverse Heilkräuter und die heimische Vogelwelt sowie die Welt der Honigbienen oder ein Insektenhotel zu entdecken. Eine Wanderung führt durch die direkt anschließende Marienfelder Feldmark, eines der letzten natürlichen Biotope im Süden Berlins. Zusammen mit dem auf einer ehemaligen BSR-Hausmüllkippe entstandenen Naturschutzpark bietet sie eine für Großstadtverhältnisse kolossale Artenvielfalt. Die Wanderung sieht auch einen Abstecher zum ehemaligen Todesstreifen an der Grenze zu Brandenburg, vor.
„In der Dämmerung lassen sich zudem viele der tierischen Bewohner wie Wildschweine, Rehe und Füchse gut beobachten und vielleicht kreuzt ein Waschbär den Weg“, so Naturranger Björn Lindner, der unter dem Motto „Auf den Spuren der wilden Stadtnatur“ selbst einige Führungen leitet. In dem etwa 40 Hektar großen Gebiet des Marienfelder Naturparks sind heute eine Menge seltene Tier- und Pflanzenarten anzutreffen. „Viele heimische Wildtiere sowie die seltenen Moorfrösche, Zauneidechsen und Knoblauchkröten haben hier ihr Zuhause gefunden. Ein Paradies nicht nur für Naturfreunde“, freut sich der Ranger.
Die Marienfelder Naturschutzstation ist am Sonnabend von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. HDK
Autor:Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof |
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