Tempelhof. Die Museen in Tempelhof-Schöneberg starten eine neue Reihe geführter Bezirkstouren. Am 2. April geht es unter dem Motto „Die dusteren Seiten von Tempelhof“ los. Erforscht wird die Dorfkirche. Die Teilnahme ist kostenlos. Lediglich um das Mitbringen von Taschenlampen wird gebeten.
„Dunkel war’s, der Mond schien helle … Begleitet von zahlreichen Strophen des klassischen deutschen Unsinnsgedichts geht es bei dieser abendlichen Tour unter Führung von Marion Feise um die unheimlichen Geschichten des alten Tempelhof“, heißt es in der Ankündigung. Dazu werden „schaurige Erzählungen“ mit Gänsehautfaktor sowie das Abtauchen „in die dunklen Abgründe hinter den sonst so schmucken Fassaden und freundlichen Orten“ versprochen. Treffpunkt ist um 20 Uhr am Kirchhofsportal der Alt-Tempelhofer Dorfkirche am Reinhardtplatz.
Um die Kirche samt Komturei am Reinhardplatz ranken sich allerlei Geschichten und Legenden, sie ist quasi die Tempelhofer Keimzelle. Die erste Version der Dorfkirche ist um das Jahr 1200 von den Tempelrittern erbaut worden, die auch Namensgeber des Bezirks waren. Der heutige Bau, nach Kriegszerstörungen mit veränderter Turmform, entstand im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts. Sie ist die größte aller noch erhaltenen historischen Berliner Dorfkirchen.
Alle weiteren Informationen, Termine und Orte aller bis Oktober geplanten Bezirkstouren liegen in gedruckter Form in den Museen bereit oder können im Netz unter www.museentempelhof-schoeneberg.de angeklickt werden sowie unter der Nummer 902 77 62 27 /- 61 63. HDK
Autor:Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof |
Kommentare
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.