300 000 Euro aus dem Mauerfonds
Kleine Kita erhält Mittel zur weiteren Entwicklung

Leiter Sebastian Unger erklärt Gesine Lötzsch das pädagogische Konzept der Kita Schloss-Spatzen. | Foto:  Bernd Wähner
  • Leiter Sebastian Unger erklärt Gesine Lötzsch das pädagogische Konzept der Kita Schloss-Spatzen.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Die Kita Schloss-Spatzen an der Charlottenstraße 21 kann sich über eine Zuwendung von rund 300 000 Euro freuen, die sie aus dem sogenannten Mauerfonds des Bundes erhält.

In den Fonds fließen Mittel aus dem Verkauf von ehemaligen Mauer- und Grenzgrundstücken. Sie werden mit Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags den neuen Bundesländern und Berlin zur Verfügung gestellt. Diese fördern damit wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zwecke.

Das nach dem Mauerbau 1961 beschlossene Verteidigungsgesetz der DDR ermächtigte den Staat, die für die Grenzanlagen benötigten Grundstücke in Volkseigentum zu überführen. Am 9. November 1989 fiel die Mauer und knapp ein Jahr später wurde die Wiedervereinigung gefeiert. Die für die Grenzsicherung nun nicht mehr benötigten Grundstücke gingen zunächst in das Eigentum der Bundesrepublik über. 1996 wurde ein Gesetz erlassen, das den früheren Eigentümern die Möglichkeit einräumte, die Grundstücke zu einem Viertel ihres Verkehrswertes zurückzukaufen. Das eingenommene Geld sammelt und verwaltet der Bund im Mauerfonds.

Mit Mitteln aus dem Fonds ist zum Beispiel bereits im Tierpark die Neugestaltung der Anlage für südamerikanische Affen finanziert worden. Und nun kann sich die Kita Schloss-Spatzen der Step Kids KiTas gGmbH über eine Förderung freuen. Die kleine Kita, in der bis zu 25 Kinder betreut werden können, eröffnete im August 2021. Sie ist eine von sechs Stepke-KiTas in Berlin, in der die Kinder nach einem speziellen Konzept betreut werden. Dazu gehören unter anderem Kneipp-Pädagogik, der Aufenthalt in der Natur und der regelmäßige Kontakt zu Senioren.

Mit der Nachricht über die Förderung überraschte die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (Die Linke) den Leiter der Kita, Sebastian Unger, und Stepke-KiTa-Regionalleiterin Simone Nickel. Beide haben auch schon recht konkrete Vorstellungen zur Verwendung der Mittel. Die Kita darf zwar in Abstimmung mit dem Vermieter den Anwohnergarten mit nutzen, aber noch fehlen dort Spielgeräte. Vielleicht kann das Geld für einen Spielplatz verwendet werden.

Der Kita, die sich immer noch im Aufbau befindet, sucht übrigens noch eine Integrationsfachkraft. Wer Interesse hat, kann sich gern über die Kontakte auf www.stepke-kitas.de melden.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

89 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

BauenAnzeige
2024 war Richtfest für die Grundschule in der Elsenstraße. | Foto: SenBJF
7 Bilder

Berliner Schulbauoffensive 2016-2024
Erfolgsgeschichte für unsere Stadt

Die Berliner Schulbauoffensive ist nach wie vor eines der zentralen Projekte unserer Stadt. Mit aktuell mehr als 44.000 neu entstandenen Schulplätzen setzt die Offensive ihre Ziele erfolgreich um. So wurden von 2016 bis 2023 bereits 5 Milliarden Euro in moderne Bildung investiert. Auch in den kommenden Jahren wird das derzeit größte Investitionsvorhaben für Schulen fortgesetzt. Die Offensive geht weiter und führt zu einer dauerhaft verbesserten schulischen Umgebung für unsere Schülerinnen und...

  • Charlottenburg
  • 13.12.24
  • 406× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 1.110× gelesen
WirtschaftAnzeige
Einstiegstüren machen Baden und Duschen komfortabler. | Foto: AdobeStock

GleichWerk GmbH
Seniorengerechte Bäder und Duschen

Seit März vergangenen Jahres ist die Firma GleichWerk GmbH in Kremmen der richtige Partner an Ihrer Seite, wenn es um den Innenausbau Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung geht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch seine Dienste für Hausverwaltungen an. Geschäftsführender Inhaber des Fachbetriebs ist Dennis Garte, der nach jahrelanger Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, wobei er über ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern sowie angesehenen Handwerksfirmen verfügt....

  • Umland Nord
  • 04.12.24
  • 771× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 1.224× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 2.117× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.