Aktionswoche ist eskaliert

Friedrichshain. Bei der sogenannten Aktionswoche linksautonomer Hausprojekte rund um die Rigaer Straße ist es zu einigen, bereits im Vorfeld befürchteten Auseinandersetzungen gekommen.

Am Abend des 10. Juli gab es während und nach einer angemeldeten Demonstration „gegen Bullenterror und Verdrängung“ Angriffe auf Polizisten. Sie wurden von Dächern in der Rigaer Straße mit Steinen, Eiern und Flaschen beworfen. Aus dem Aufzug heraus wurden Knallkörper gezündet. Einen Durchbruch von Demo-Teilnehmern konnten die Beamten nur durch den Einsatz von Reizgas verhindern. Insgesamt wurden 25 Strafermittlungsverfahren eingeleitet.
Am 12. Juli flogen Farbflaschen, als Polizisten Mitarbeitern der BSR beim Beseitigen von Müll auf der Straße halfen. Deren Ziel war auch ein Einsatzfahrzeug.

Daneben wurden weitere Zwischenfälle während der vom 6. bis 12. Juli dauernden Aktionswoche registriert. Sie stand unter dem Motto: „25 Jahre Selbstorganisation und Widerstand“. Angekündigt war ein Programm mit Essen, Workshops und Filmen. Aber auch gegen „spontane Events“ sei nichts einzuwenden, hieß es bereits im Vorfeld.

Den Einsatzkräften sei es zu verdanken, dass die Gewaltausbrüche in kürzester Zeit eingedämmt und größere Eskalationen verhindert werden konnten, erklärte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU). Die Polizei, so Henkel, werde auch in Zukunft mit aller Entschlossenheit gegen linksextreme Straftäter vorgehen. tf

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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