Eintauchen in einen fiktiven Fluss
Götz Lemberg hat die Spree fotografiert

"Verrückte" Flusslandschaft: Das facettenreiche Rundpanorama von der Spree hängt jetzt in der Alten Feuerwache.  | Foto: Götz Lemberg
  • "Verrückte" Flusslandschaft: Das facettenreiche Rundpanorama von der Spree hängt jetzt in der Alten Feuerwache.
  • Foto: Götz Lemberg
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London hat die Themse, Paris die Seine und Rom den Tiber. Die Spree ist dagegen als einstige Lebensader der Region in Vergessenheit geraten. Die Ausstellung „Spree-Cuts" bringt den Fluss zurück ins Bewusstsein der Berliner.

Bis ins 20. Jahrhundert erfüllte die Spree eine wichtige Funktion. Sie versorgte Groß-Berlin mit Lebensmitteln, Baustoffen und Heizmaterial. Heute erinnern an die einstige Lebensader der Stadt nur noch ein paar Namen: Oberbaumbrücke, Schiffbauerdamm oder Unterspree zum Beispiel. Das dreiteilige Ausstellungsprojekt „Spree-Cuts. Porträt einer StadtFlussLandschaft“ vom Fotokünstler Götz Lemberg will die Spree nun zurück ins kollektive Bewusstsein holen. Und zwar vom Eintritt der Spree in die Großstadt weit im Osten über ihren Weg durch die neuen Hauptstadtbauten in Mitte bis hin zu ihrer Mündung in die Havel am westlichen Stadtrand.

Götz Lemberg, geboren in Frankfurt am Main, hat dafür vom Müggelsee bis zur Havel-Mündung pro Kilometer auf Höhe der Wasseroberfläche einen dreiteiligen Fotoausschnitt von beiden Ufern aufgenommen. So entstand ein facettenreiches Rundpanorama als 60 Meter langes Fassadenbild, das im Kunstraum der Alten Feuerwache zu sehen ist. Das Besondere: Der Besucher taucht förmlich ein in die Spree, die Lemberg als fiktiven Fluss inszeniert, und wird Teil des flutenden Kreislaufs. Alles verwandelt sich bei Lemberg in einen „Möglichkeitsraum“ – ohne Anfang, ohne Ende. Kraftwerk stößt an Kunstwerk, Müggelturm an Büroturm, Bundestag an Strandbad, Schloss an Kolonie. Zusammenhänge werden verrückt und neu gestaltet.

Eröffnet wird die Foto-Ausstellung am Donnerstag, 27. August, um 18 Uhr in der Galerie der Alten Feuerwache, Marchlewskistraße 6, von Kulturstadträtin Clara Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen) und Ludger Derenthal, Leiter der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 11 bis 9 Uhr sowie freitags bis sonntags12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Schau endet am 17. Oktober. Zweiter Ausstellungsort ist die Galerie Nord in Moabit, Turmstraße 75.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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