Die Tram bald zurück in Neukölln
Derzeit werden gerade die Planungsarbeiten durch Ingenieurbüros ausgeschrieben

Ganz langsam und in kleinen Schritten „erobert“ sich die Straßenbahn das Gebiet des ehemaligen Westteils der Stadt zurück. Denn seitdem die Straßenbahn dort am 2. Oktober 1967 mit einer Sonderfahrt zwischen Spandau-Hakenfelde und Zoo ihren Betrieb eingestellt hatte, weist das Berliner Tram-Netz bis heute überwiegend weiße Flecke auf. Das soll sich nun, jedenfalls in Neukölln, in nächster Zeit mit der Anbindung der Gropiusstadt ändern. Doch wie weit sind die Vorarbeiten inzwischen gediehen?

„Das stetige Wachstum der Stadt Berlin und die steigenden Nutzerzahlen der Verkehrsmittel des Umweltverbundes stellen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vor eine große Herausforderung. Um in Zukunft weiterhin den Anforderungen der wachsenden Stadt gerecht zu werden und die damit steigenden Bedürfnisse im öffentlichen Personennahverkehr befriedigen zu können, hat das Land Berlin einen Ausbau des Straßenbahnnetzes beschlossen. Das Projekt ‚Johannisthal – Gropiusstadt‘ ist Bestandteil dieses Maßnahmenprogramms“, heißt es dazu in einer öffentlichen Ausschreibung, mit der bis zum 23. September qualifizierte Ingenieursbüros für die dafür notwendigen Planungsarbeiten gesucht werden. Aus „vergaberechtlichen Gründen“ sieht sich die BVG während des noch laufenden Teilnahmewettbewerbs nicht in der Lage, Auskünfte darüber zu geben, ob und wie viele Büros überhaupt schon ihr Interesse bekundet haben.

Die jetzt ausgeschriebenen Planungsarbeiten für diese Straßenbahnstrecke sollen auf Basis der im Jahre 2023 abgeschlossenen Voruntersuchungen fortgeführt werden. Dazu waren im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unter anderem eine Machbarkeitsstudie sowie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und die Untersuchung der künftigen Trasse von der BVG durchgeführt worden. „Als Verlängerung der Straßenbahnlinie M17 schließt die Vorzugsvariante der Neubaustrecke im Bereich des Knotenpunkts Sterndamm/Königsheideweg an das Bestandsnetz an und verläuft als neu zu planende zweigleisige Strecke über Sterndamm – Stubenrauchstraße – Neuköllner Straße – Fritz-Erler-Allee – Johannisthaler Chaussee zum gleichnamigen U-Bahnhof. Die Strecke inklusive der anschließenden Kehranlage hat eine Gesamtlänge von rund 6,1 Kilometern“, sehen die derzeitigen Planungen der BVG vor.

Das heißt allerdings noch nicht zwingend, dass mit Ende der Ausschreibungsfrist sofort „losgelegt“ werden kann. Eine nach Sichtung der Leistungsfähigkeit der Bieter notwendige zweite Phase („Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen“) sowie eine oder mehrere mögliche Runden Verhandlungsgespräche können das Verfahren noch in die Länge ziehen. Kommen dabei Änderungen der Planung heraus, dürfen die übrigen Büros ihre Angebote nachbessern.

Autor:

Uwe Lemm aus Mahlsdorf

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