Stadtbibliothek beantragt höhere Reinigungsfrequenz für Toiletten

Spandau. Ein Spandauer hat sich beim Bezirksamt und der Bibliotheksleitung über unhygienische Toiletten beschwert. Die Stadtbibliothek hofft nun, dass die WCs öfter gereinigt werden können.

Die Besuchertoiletten an der Carl-Schurz-Straße 13 lassen in Sachen Hygiene offenbar zu wünschen übrig. Das jedenfalls hat Maximilian Kästel festgestellt und sich in einem Brief an Bibliotheksleitung und Bezirksamt beschwert. Er büffelt in der Stadtbibliothek täglich für sein Jura-Examen.

So weit, so gut, wäre da nicht der Drang, öfter mal die Toilette aufsuchen zu müssen. Deren Zustand aber hat aus seiner Sicht ein nicht mehr hinnehmbares Level erreicht. "Wird diese Toilette jemals geputzt?", fragt Kästel und berichtet in seinem Schreiben von verschmutzten Klobrillen, fehlendem Papier, Gerüchen und einem einzigen Seifenstück, das jeder benutzen muss.

Dem Spandauer Volksblatt sind die geschilderten Mängel bei einer Stippvisite zwar so massiv nicht aufgefallen. Bibliotheksleiterin Heike Schmidt bestätigt aber, dass die "Situation auf den Toiletten problematisch ist". Immerhin zählt die Stadtbibliothek täglich an die 1250 Besucher, die sanitären Anlagen werden entsprechend stark genutzt. Gereinigt werden die WCs jeden Morgen.

"In Fällen, wie sie Herr Kästel beschreibt, beauftragen wir zusätzlich eine Sonderreinigung", informiert Heike Schmidt. Die Beschwerde hat die Bibliotheksleitung aber zum Anlass genommen, um bei der Gebäudeverwaltung des Bezirks eine höhere Reinigungsfrequenz zu beantragen. Auch fest montierte Seifenspender sind bestellt, da die losen Spender oft gestohlen werden.

"Wir bedauern solche Vorfälle, wie sie Herr Kästel schildert, können diese aber nicht gänzlich verhindern", so die Leiterin. Die Bibliothek stehe allen offen, nicht nur Lesern mit Ausweis. Jeder Beschwerde werde jedoch nachgegangen und Nutzer, wenn nötig, des Hauses verwiesen.

Heike Schmidt: "Wir können nur an die Bürger appellieren, unsere Einrichtungen mit so viel Gemeinsinn zu nutzen und zu hinterlassen, wie sie dies auch von anderen erwarten."

Ulrike Kiefert / uk
Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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