Gassi gehen trotz Quarantäne
Mitglieder des Vereins „Helle Hunde“ helfen einander auch in der Corona-Krise

Katja Schönrock, Denise Sell und Axel Dahm (v.l.n.r.) trafen sich nach dem Ende der Quarantäne für Denise Sell auf dem Hundeplatz an der Weißenfelser Straße.  | Foto: hari
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  • Katja Schönrock, Denise Sell und Axel Dahm (v.l.n.r.) trafen sich nach dem Ende der Quarantäne für Denise Sell auf dem Hundeplatz an der Weißenfelser Straße.
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Auch für Hundehalter bringt die Corona-Krise große Probleme mit sich. Der Betrieb auf dem Hundeplatz des Vereins „Helle Hunde“ wurde eingeschränkt. Hundehalter helfen aber einander, schon wegen der Tiere.

Eines der größten Probleme ist derzeit das Gassi gehen. Was tun, wenn Herrchen oder Frauchen mit dem Virus infiziert sind oder wegen Corona-Kontakten unter Quarantäne stehen? Hierauf haben die Mitglieder des Vereins „Helle Hunde“ schnell eine Antwort gefunden. Man hilft sich gegenseitig. Vereinsmitglieder übernahmen nach der ersten ausgesprochenen Quarantäne für ein Vereinsmitglied sofort das Gassi gehen mit dessen beiden Hunden.

„Die Tiere können nun wirklich nichts dafür und man kann ihnen dazu nichts erklären“, sagt Katja Schönrock. Sie selbst hat einen einjährigen Labrador. Spontan erklärten sie und Axel Dahm sich bereit, für das Vereinsmitglied Denise Sell das Gassi zu übernehmen. Sell hatte in Quarantäne gehen müssen, weil sie Kontakt mit einer coronainfizierten Person gehabt hatte. „Bei dem Zusammenhalt in unserem Verein habe ich keinen Moment gezweifelt, dass mir jemand hilft“, erzählt Denise Sell. Dennoch sei sie erleichtert gewesen, ihre beiden Hunde Erwin und Fiete, eine Französiche Bulldogge und einen Boxermix, so gut betreut zu sehen. Nach einer Woche Quarantäne, die Tests verliefen negativ, konnte sie das Gassi gehen wieder selbst übernehmen und sich mit ihren Vereinsfreunden wieder auf dem Hundeplatz treffen.

Den Hundeplatz des Vereins „Helle Hunde“, Weißenfelser Straße 43, gibt es seit Mai 2017. Das Bezirksamt stellte das ehemalige Schulgelände dem Verein zur Verfügung. Dieser richtete dort einen Platz mit Auslauf- und Trainingswiese, einem Vereinshaus sowie einem Treffpunkt für Welpen ein. Benutzt werden kann der Hundeplatz nicht nur von Vereinsmitgliedern, sondern auch zu bestimmten Öffnungszeiten gegen eine Gebühr von Gästen mit deren Hunden.

Mit Beginn der Corona-Einschränkungen wurde der Hundeplatz für die Gäste geschlossen. Von den Vereinsmitgliedern dürfen maximal fünf gleichzeitig mit ihren Tieren auf der Anlage sein. „Diese müssen aber auch die Regeln für den Abstand einhalten, die überall gelten“, erklärt die Vereinsvorsitzende Ramona Steffin.

Sie ist überzeugt, dass der Verein Corona überstehen wird. Dieser hat gegenwärtig rund 100 Mitglieder. Das Frühlingsfest, mit dem im Mai das dreijährige Bestehen des Hundeplatzes und gleichzeitig Abschied von dem Standort gefeiert werden sollte, ist allerdings schon abgesagt. Ende Mai wird der Hundeplatz vollständig geschlossen. An der Weißenfelser Straße soll wieder eine Schule gebaut werden. Der Verein zieht um und will im Sommer einen neuen Hundeplatz an der Riesaer Straße eröffnen.

Mehr Informationen gibt es auf hellehunde-ev.de/web/impressum

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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