Johannisthal. Die Feuerwache am Groß-Berliner Damm verschwindet hinter Gerüsten, Anwohner nutzen sogar den Platz vor den ohnehin blockierten Ausfahrttoren zum Parken. Das Gebäude wird derzeit durch die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) saniert.
"Das Gebäude ist von 1976, Brandschutz und Wärmedämmung entsprechen nicht mehr den heutigen Vorgaben", erläutert BIM-Sprecherin Katja Cwejn.
Während der Bauarbeiten bleiben die 135 Einsatzkräfte der Feuerwache vor Ort. Allerdings sind sie innerhalb des Gebäudes umgezogen. "Die Verwaltung der Direktion Süd hat Platz gemacht und ist nach Neukölln in die Buschkrugallee gezogen. So bleibt im Bereich, in dem gerade nicht gebaut wird, Platz für die Einsatzkräfte. Die beiden Löschfahrzeuge, die Drehleiter und die Rettungswagen sind auf dem Hof abgestellt und rücken im Alarmfall durch die Hofausfahrt aus", sagt Klaus-Dieter Pahl, Gruppenleiter Einsatzplanung in der Direktion Süd.
Bis Mitte Oktober sollen die Ausfahrten zum Groß-Berliner Damm wieder frei sein, dann verlieren die Anwohner ihre "Sonderparkplätze" und die Fahrzeuge können wieder direkt von den Abstellpositionen in der Wagenhalle ausrücken.
Auf die Sperrung des Sterndamms haben die Treptower Wehrleute auf ihre eigene Weise reagiert. Normalerweise gibt es eine spezielle Spur, auf der Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr die Baustelle durchqueren kommen. Kommt es zur Vollsperrung, wie wieder für Anfang Oktober geplant, wird ein Rettungswagen auf der anderen Seite der Bahn auf der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Oberschöneweide einsatzbereit gehalten.
Nach der Sanierung soll der dann 40 Jahre alte Betonbau auch äußerlich deutlich moderner wirken. Die Fassade im Erdgeschossbereich wird deshalb mit dunklen Hartbrandziegeln verkleidet. "Die komplette Sanierung kostet rund acht Millionen Euro", sagt Katja Cwejn auf Nachfrage der Berliner Woche.
Ralf Drescher / RD
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