Platz für 1800 Wohnungen
Neue Pläne für Industriebrache am Segelfliegerdamm

Die alten Werkhallen wurden 1912 für eine Flugzeugfabrik errichtet. | Foto: Ralf Drescher
  • Die alten Werkhallen wurden 1912 für eine Flugzeugfabrik errichtet.
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  • hochgeladen von Silvia Möller

Seit 1996 liegt die Fläche des ehemaligen VEB Kühlautomat am Segelfliegerdamm brach. Jetzt soll der Flächennutzungsplan geändert und Wohnungsbau möglich gemacht werden.

Noch bis Ende Juni legt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen die entsprechenden Unterlagen öffentlich aus. Betroffene Anlieger und Bürger können in diesem Rahmen Hinweise und Einwendungen vorbringen.

Auf dem rund zwölf Hektar großen Areal wurden bis 1996 Kühlanlagen und Kühlschränke gefertigt. Dann wurde die Produktion vom neuen Eigentümer der Firma nach Reinickendorf verlegt. Fortan nutzten Jugendliche die verfallenden Werkhallen für illegale Partys und Sprayaktionen, bei einer Polizeirazzia wurde ein Quartier von Rechtsradikalen entdeckt, eine schlichte Saufecke. Mehrfach musste die Feuerwehr anrücken, um Brände zu löschen.

Nach Aussage des Senatsverwaltung ist auf der Brache, die einer Erbengemeinschaft gehört, ein „qualitätsvolles Wohngebiet“ geplant, denkbar sind rund 1800 Wohnungen. Da einige der Hallen noch von der 1912 errichteten Flugzeugfabrik von Arthur Müller stammen und unter Denkmalschutz stehen, sollen diese erhalten werden.

Die Planungsunterlagen können noch bis zum 29. Juni in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Mitte, Köllnischer Park 3, Foyer im zweiten Stock, eingesehen werden. Geöffnet ist dort Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag sogar von 8 bis 18 Uhr. Einsichtnahme und Einwände und Hinweise sind bis 29. Juni auch online möglich: http://asurl.de/13wa.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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