Eisbahn Lankwitz braucht nun einen Lärmschutz

Die Eisbahn Lankwitz ist von Oktober bis März ein beliebtes Ziel für die ganze Familie. | Foto: K. Menge
  • Die Eisbahn Lankwitz ist von Oktober bis März ein beliebtes Ziel für die ganze Familie.
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Lankwitz. An der Leonorenstraße entsteht derzeit das neue Wohngebiet "In den Leonorengärten". Noch steht kein Haus, aber Ärger mit den Anwohnern wird schon vorhergesagt. Grund sind die Sportstätten in unmittelbarer Nachbarschaft: der Hockeyplatz und die Eisbahn Lankwitz.

Wenn in der Eislaufsaison von Oktober bis März sonnabends zur Eisdisco eingeladen wird, gefällt das nicht jedem. Mitunter schallt die laute Musik bis über den Teltowkanal. "Bürger, die rund 600 Meter weiter weg wohnen, beschweren sich", informierte Umweltamtsleiter Andreas Ruck den Umweltausschuss. Bei entsprechender Witterung sei sogar der normale Betrieb zu hören.

Wenn die Leonorengärten fertig und die Häuser bewohnt sind, seien Lärmkonflikte vorprogrammiert. Sie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Sportstätten. Das Umweltamt hat sich daher vorsorglich um Lärmschutzmaßnahmen gekümmert. Es wurden Messungen durchgeführt mit dem Ergebnis, dass schon jetzt eine Überschreitung der zulässigen Werte von 5 bis 6 Dezibel (dB) vorliegt. Es gäbe zwar ein Privileg für Altanlagen, die rund 5 dB lauter sein dürfen und das Amt könnte darum herum kommen, die Anlage wesentlich zu beschränken. Aber es wird laut und mit Beschwerden der Anwohner können man jetzt schon rechnen.

Durch die Erhöhung der Dächer der zu den Sportstätten gehörigen Flachbauten und einem Lückenschluss zwischen den Häusern soll Lärm gemindert werden. Auch der Betreiber der Eisbahn hat eine Lärmschutzwand geplant. An der Finanzierung beteiligt sich der Bauherr.

Eine Gefahr für die Eisbahn bestehe aber nicht. "Sportanlagen werden grundsätzlich nicht in Frage gestellt", versichert der Leiter des Umweltamtes. Mit den Lärmschutzmaßnahmen

Die zu erwartenden Konflikte hätten vermieden werden können, wenn man eine Wohnbebauung in solcher Nähe zu Sportanlagen gar nicht erst zugelassen hätte, kritisiert Bernhard Steinhoff (Grüne) als der Umweltausschuss über den Sachstand informiert wurde.

Auch für Eric Lüders von den Piraten ist es nicht nachvollziehbar, das an dieser Stelle Wohnungen gebaut werden. "Die Eisbahn war vorher da und seit Jahrzehnten an dieser Stelle." Dass hiervon Lärm ausgeht, läge wohl auf der Hand.

Karla Menge / KM
Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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