1. FC Lübars ist gut in die Saison gestartet

Der 1. FC Lübars (grün/weiß) setzte sich am 29. September nach einer tollen Mannschaftsleistung beim CFC Hertha 06 in Charlottenburg mit 3:0 durch. | Foto: Nittel
  • Der 1. FC Lübars (grün/weiß) setzte sich am 29. September nach einer tollen Mannschaftsleistung beim CFC Hertha 06 in Charlottenburg mit 3:0 durch.
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Lübars. Die Fußballer vom 1. FC Lübars blicken auf turbulente Monate zurück. Doch trotz zahlreicher Nackenschläge sind die Landesliga-Kicker des Klubs gut in die neue Saison gestartet.

Zunächst hatte der langjährige Erfolgscoach Karsten Steffan, mit dem die Lübarser im Jahr 2012 in die Landesliga aufgestiegen waren, im März seinen Wechsel zum Lokalrivalen Wittenauer SC Concordia angekündigt. Erst hieß es, dass ihm nur zwei oder drei Spieler folgen würden, letztlich schlossen sich jedoch sieben Stammkräfte den Wittenauern an. Der 1. FC Lübars musste reagieren und verpflichtete zahlreiche neue Spieler. Mit Frank Schaaf wurde zudem ein Trainer geholt, der beim VfB Hermsdorf als Spieler und bei den Füchsen Berlin als Trainer aktiv gewesen war - sich im Norden Berlins also bestens auskennt. Aufgrund all dieser Veränderungen hatte der 1. Vorsitzende des FC, Michael Reinke, noch im Juli das einzig realistische Ziel, den Klassenerhalt, ausgegeben. Einige Fachleute unkten, dass auf den Club eine ganz schwere Saison warten würde.

Und als sei das alles nicht schon turbulent genug, schmiss Frank Schaaf noch vor dem ersten Spiel am 15. August die Brocken hin. Reinke zauberte Thomas Pyrrhus als neuen Coach aus dem Hut.

Während zum damaligen Zeitpunkt vermutlich niemand mehr einen Pfifferling auf die Lübarser gesetzt hätte, reiben sich heute - nur knapp zwei Monate später - viele verwundert die Augen: Mit drei Siegen, zwei Remis und nur zwei Niederlagen sind die Grün-Weißen prima in die Saison gestartet. Beim letzten Auswärtsspiel am 29. September war sogar der große Favorit und Spitzenreiter CFC Hertha 06 mit 3:0 bezwungen wurden und dass, obwohl dem neuen Coach allein in dieser Partie nicht weniger als 13 Spieler gefehlt hatten.

"Es ist unglaublich, was meine Mannschaft leistet", freute sich Pyrrhus, der - wie er selbst sagt - unerwartet und über Nacht zum Trainer geworden sei, nach dem Spiel an der Charlottenburger Brahestraße. "Das war wirklich eine tadellose Leistung. Die Jungs, die heute spielen durften, haben gezeigt: auch auf sie ist Verlass."

Vor allem defensiv stehen die Grün-Weißen richtig gut: In sieben Partien gab es nur sechs Gegentore. Und auch den großen Favoriten CFC Hertha 06 brachte die Lübarser Deckung schier zur Verzweiflung. Und wenn doch mal ein Ball durchkam, stand mit Philip Schomanski ein starker Schlussmann im Tor des 1. FC. Und nach vorn werden die wenigen Chancen gut genutzt: Beim 3:0-Erfolg in Charlottenburg konnten sich Pascal Jankowski, Maxim Morlang und Dennis Pyrrhus in die Torschützenliste eintragen.

Doch trotz oder gerade wegen des guten Saisonstarts ist nun erst einmal Demut angesagt: "Jeder, der sich mit Fußball auskennt, weiß, dass es in dieser Liga ganz schnell nach oben, aber auch ganz schnell wieder nach unten gehen kann", warnt Pyrrhus.

Michael Nittel / min
Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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