Mutterboden statt Pflastersteine
Firma schafft neuen Raum für Pflanzen, Insekten – und für ihre Mitarbeiter

Hier wird eine grüne Oase entstehen. | Foto: Promess
  • Hier wird eine grüne Oase entstehen.
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Die Firma Promess Montage und Prüfysteme setzt ein Zeichen und verwandelt eine von drei Parkplatzzufahrten in einen Naturgarten. Das ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit Sitz am Nunsdorfer Ring 29 etwas für die Umwelt tut.

Mehr Grün im Unternehmensnetzwerk Motzener Straße, das hat sich Promess auf die Fahnen geschrieben. Denn immer mehr Flächen verschwinden in Deutschland unter Beton und Asphalt, pro Tag sind es 52 Hektar.

Dagegen sind die 250 Quadratmeter Boden, die die Marienfelder Firma entsiegelt hat, zwar nicht viel. Aber bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. Also rollte ein Kettenbagger an und riss das Verbundpflaster aus der Erde. Natursteinschotter und Mutterboden ersetzen es nun. Darauf entsteht ein Naturgarten mit bienenfreundlichen Gehölzen, Gräsern und Blumen, ein sogenanntes Trockenrasen-Biotop.

Es soll den Insekten als Nahrungsquelle und den Mitarbeitern als Erholungsort dienen. Während die Tierchen summen und brummen, können die Menschen auf Gartenstühlen unter einem Sonnensegel entspannen. „Gerade im Sommer ist es schön, die Mittagspause im Freien zu genießen oder freitags gemeinsam zu grillen“, sagt Promess-Geschäftsführer Florian Köhnen. Vom Naturgarten gibt es einen direkten Zugang zum „Feel-Good-Raum“ mit Bar, Kicker, Tischtennisplatte, Schaukeln und einem Schlagzeug.

Der entsiegelte Boden kann nun wieder Regenwasser aufnehmen, das sich bisher bei starken Güssen knöchelhoch auf dem Parkplatz staute. Langfristig werden die Grundwasservorräte wieder aufgefüllt, der Boden kann Kohlenstoffdioxid binden und zur Kühlung beitragen – ein Beitrag, um den Klimawandel einzudämmen.

Schon seit einiger Zeit ist das Unternehmen aktiv im Umweltschutz: Es sammelt Regenwasser für die Toilettenspülungen in zwei von drei Gebäuden. Eine Photovoltaikanlage produziert 70 000 Kilowatt Strom pro Jahr, zusätzlich kühlt ein Gründach im Sommer das Gebäude. Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen haben sich zu „Klimascouts“ zusammengeschlossen und überlegen, wie die Firma ressourcensparender produzieren kann – bis hin zur angestrebten Klimaneutralität.

Um den bisher unvermeidbaren Treibhausgas-Emissionen etwas entgegenzusetzen, hat Promess außerdem 70 000 Euro für regionale Klimaschutzzertifikate und für Ackercrowd gespendet, ein gemeinnütziges Unternehmen, das sich für eine Agrarwende starkmacht.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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