Paddeln im Gosener Graben
Nach zwei Jahren Sperrung wegen Sturmschäden ist er wieder geöffnet

Der Gosener Graben an der Grenze zwischen Brandenburg und Berlin ist ein Paradies für Paddler. | Foto: Foto: Ralf Drescher
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Der Gosener Graben, der unweit des Gosener Kanals verläuft, ist ein kleines Paradies für Paddler. Nach der im März 2018 verfügten Sperrung ist der Wasserweg durch die Spreeniederung seit 6. Juni wieder frei.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin hatte den Graben sperren lassen, weil beim Sturm Xavier 2017 eine Reihe von Bäumen in den Wasserlauf gestürzt waren und diesen blockiert hatten. Außerdem bestand die Gefahr, dass weitere Bäume oder Äste auf Wassersportler stürzen. „Die Sturmschäden wurden mit Hilfe der Bundesforstverwaltung beseitigt. Kleine, muskelkraftbetriebene Sportboote können den Gosener Graben wieder befahren und so den Gosener Kanal meiden“, teilt Maren Schmelzer vom Außenbezirk Fürstenwalde des Wasser- und Schifffahrtsamts mit. Die vor zwei Jahren ausgebrachten Sperrtonnen wurden bereits eingeholt, von der Fahlenbergbrücke bei Gosen lassen sich die Paddler, die „ihr“ Revier gerade zurückerobern, gut beobachten. Der Gosener Graben, fast vier Kilometer lang, verbindet ebenso wie der Gosener Kanal Dämeritzsee und Seedinsee miteinander. Im Gegensatz zu der schnurgrade verlaufenden künstlichen Wasserstraße führt der Graben kurvenreich und unter Bäumen durch das Naturschutzgebiet Müggelspreeniederung mit den Gosener Wiesen. Das Gebiet ist durch Artenvielfalt geprägt, Paddler und Spaziergänger können hier unter anderem seltene Fischarten, Kraniche, Wachtelkönig, Trauerseeschwalbe und Eisvögel sowie Fischotter beobachten.

Der Gosener Kanal, der ebenfalls Dämeritzsee und Seddinsee verbindet, wurde von 1923 bis 1936 gebaut. Er verläuft schnurgrade und ist deshalb nur 2,8 Kilometer lang. Am Wochenende befahren ihn viele Motorboote, die sich auf der Tour um die Müggelberge befinden. Ein Grund für seinen Bau war die Sperrung der Regattastrecke während der Olympischen Spiele 1936. Mit der Umfahrung durch den Kanal konnte die Reichswasserstraßenverwaltung Schadenersatzforderungen der Berufsschifffahrt vermeiden.

Wer selbst durch den Gosener Graben paddeln will, der kann sich in Hessenwinkel das passende Wassergefährt ausleihen. Kajaks unter anderem bei Bootsverleih & Spreefloß in der Triglawstraße 20 (www.bootsverleih-hessenwinkel.de) oder in der Bootswerft Sturzbecher (www.sturzi.de) in der Triglawstraße 58. Beide Verleiher befinden sich in der Nähe der „Russenbrücke“ und sind gut mit dem Fahrrad über Müggelheim oder von den S-Bahnhöfen Wilhelmshagen oder Erkner zu erreichen.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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