Naturschutzbund setzt die geschützten Kreuzkröten vom Pankower Güterbahnhof um
Pankow. Die letzten Berliner Kreuzkröten, die auf dem Gelände des einstigen Güterbahnhofs Pankow leben, werden eine neue Heimat erhalten.
Dafür sorgt der Nabu Naturschutzbund Berlin mit Unterstützung des Senats und des Flächeneigentümers. Auf dem Gelände will die Krieger Grundstücks GmbH einen neuen Stadtteil, das Pankower Tor, mit Wohnungen, Schulen, Möbelmärkten und einem Einkaufszentrum entstehen lassen. Allerdings leben auf dem Gelände die letzten Berliner Kreuzkröten. Damit diese nicht dem Baugeschehen zum Opfer fallen, will sie der Nabu umsiedeln. Noch in diesem Monat werden zu diesem Zweck neue Laichgewässer für diese stark gefährdete Art angelegt. Diese sollen zum Magneten für die Kreuzkröten werden. Mitarbeiter des Nabu werden während der Laichzeit einen Teil der Kröten und deren Larven absammeln. Diese bringen sie dann in andere geeignete Lebensräume. Dort werden neue Populationen aufgebaut, um den Bestand dieser Tierart in Berlin zu sichern.
Damit das Projekt umgesetzt werden kann, lässt die Krieger Grundstücks GmbH drei künstliche Teiche ausbaggern. „Wenn die Kröten dann im Frühjahr die Gewässer aufsuchen, um ihre Laichschnüre abzulegen, haben wir Naturschützer es einigermaßen leicht, erwachsene Tiere und Larven abzusammeln“, so der Artenschutzreferent des Nabu, Jens Scharon. „Wir werden nur einen kleinen Teil der Population entnehmen und umsiedeln. Erst wenn durch Kontrollen im neuen Areal gesichert ist, dass die Tiere sich dort auch vermehren, können weitere Tiere umgesiedelt werden.“
Amphibien gehören nicht gerade zu den Sympathieträgern, aber zu den gefährdetsten Tierklassen weltweit. Die meisten leiden unter einem erschreckenden Bestandsrückgang. Dazu gehört auch die Kreuzkröte. Erstmals waren die Rufe der Kreuzkröte 2009 auf dem Güterbahnhof zu hören. Naturschützer vermuten, dass sie entlang der Bahntrasse zugewandert sind. In nur wenigen Jahren hat sich dort eine Population mit Hunderten Tieren etabliert. Als abzusehen war, dass das Areal bebaut wird, unterbreitete der Nabu bereits 2011 erste Vorschläge zum Schutz der Art und zur Umsiedlung der Kröten. BW
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