Mit einem Fernrohr durch die Zeit blicken
Musikschule "Musikseeräuber" veröffentlicht neues Liederbuch

„Gestern.Heute.Morgen.“ heißt das neue Liederbuch, das der Leiter der Musikschule „Musikseeräuber“, Fabian Fiedler herausgibt. | Foto: Bernd Wähner
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  • „Gestern.Heute.Morgen.“ heißt das neue Liederbuch, das der Leiter der Musikschule „Musikseeräuber“, Fabian Fiedler herausgibt.
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Fabian Fiedler, Initiator und Leiter der Pankower Musikschule „Musikseeräuber“, hat ein neues Liederbuch veröffentlicht. Dessen Titel: „Gestern.Heute.Morgen.“

Seit vielen Jahren segelt der Musikseeräuber-Käpt’n nun schon auf dem Meer der Musik hin und her. Gemeinsam mit ihm begeben sich „Matrose“ Fabian Fiedler und seine Zuhörer nun auf eine emotionale Reise zwischen Familie und Freundschaft, Suchen und Finden, alt werden und jung sein.

Im Mittelpunkt des neuen Liederbuches steht ein Fernrohr, durch das man in die Zeiten schauen kann. Mit ihm sind Geschichten von Menschen zu entdecken, die jedem am Herzen liegen. Längst Verborgenes taucht wieder auf, Neues wird gefunden und Altes losgelassen. Jede Geschichte ist es wert, erzählt zu werden.

Auf die Idee, solch ein Liederbuch zu schreiben, kam Fabian Fiedler im ersten Lockdown 2020. „Seinerzeit überlegten wir, wie unsere Musikschule den Kontakt zu unseren Schülern aufrecht erhalten kann. Wir entwickelten Online-Formate und drehten Lern-Videos für YouTube“, berichtet Fiedler. „Als alles in die Wege geleitet war, hatte ich Zeit, um Ideen für neue Lieder zu sammeln. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich, Lieder für Erwachsene und ihre Kinder zu schreiben.“

So entstanden Lieder und Geschichten für alle Generationen. „Angeregt wurde ich dazu unter anderem durch meine Oma. Die ist 94 Jahre alt und lebt in einem Heim. Ihr und unser Familienstammbaum lässt sich bis 1750 zurückverfolgen“, berichtet Fabian Fiedler. „Beim Nachdenken über die eigene Familiengeschichte wurde mir bewusst: Das Heute ist nur ein kurzer Augenblick. Gestern und morgen sind so viel mehr. In das neue Liederbuch mit eingelegter CD floss zwar viel Autobiografisches ein. Aber ich möchte Eltern und Großeltern ermutigen, ihrem Nachwuchs ihre eigenen Geschichten zu erzählen.“ Nicht nur die Texte und Kompositionen der zehn Titel im neuen Liederbuch stammen übrigens von Fabian Fiedler, sondern auch die Illustrationen. Gestaltet hat er es in Zusammenarbeit mit Nicola Susen. Nach Lockdowns und Einschränkungen findet inzwischen auch wieder regulärer Unterricht an der Musikschule "Musikseeräuber" statt.

Das Musik-Meer ist mal
stürmisch und mal sacht

Nach seinem musikwissenschaftlichen Studium begann Gründer Fabian Fiedler 2008 zunächst mit einer Kita zusammenzuarbeiten. Dort bot er für Kinder musikalische Früherziehung an. „Musikalische Früherziehung muss kindgerecht stattfinden. Sonst kann man die Kinder nicht begeistern“, wurde ihm seinerzeit rasch klar. „Deshalb überlegte ich, wie man Kinder am besten auf Musik neugierig machen kann. So kam ich auf die Idee mit dem Musikseeräuber.“

Seeräuber sind für Kinder spannend. Sie haben etwas Geheimnisvolles. Außerdem kann man über sie viele Geschichten erzählen. Sie können auf das Musik-Meer herausfahren und viele Inseln ansteuern. Auf jeder Insel kann man musikalisch etwas Neues entdecken. Man lernt andere Länder und deren Musik kennen. Außerdem kann es auf dem Musik-Meer mal stürmisch und mal ganz sacht zugehen.

Die Musikräuber-Idee kam bestens an. Immer mehr Kita-Kinder kamen zu seiner musikalischen Früherziehung. Und auch immer mehr Kitas kamen hinzu, sodass Fabian Fiedler schon bald gar nicht mehr alles allein bewältigen konnte. So heuerten nach und nach weitere Musikseeräuber bei ihm an. Während er vormittags in Kitas unterwegs war und immer noch ist, besuchte Fiedler nachmittags als Musiklehrer etwas ältere Kinder daheim, um sie zu unterrichten. „Ich war eigentlich ständig unterwegs“, erinnert er sich. Deshalb sagte sich der Musikseeräuber 2012: „Ich brauche einen Ankerplatz, einen Ort, zu dem meine Schüler kommen können.“ Als er dann die Räume im Souterrain der Eintrachtstraße 5, Mitten im Pankower Zentrum, entdecke, war das wie ein Aha-Effekt. Er eröffnete dort die Klanginsel Musikseeräuber. Inzwischen hat er an der Eintrachtstraße 6 und an der Breiten Straße 50 zwei weitere Standorte eröffnet. Diese sind inzwischen ein liebgewordener Unterrichtsort für Freizeitmusiker aller Generationen. Dort können sie sich ohne Druck musikalisch weiterbilden.

Weitere Informationen zum neuen Liederbuch finden sich online auf musikseeraeuber.de/liederbuch und zur Musikschule "Musikseeräuber" auf www.musikseeraeuber.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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