Leuchtender Altar und Ambo
Nordend-Gemeinde weiht zwei neue „Möbel“ im Jugendstilkirchsaal ein

Der neue Ambo (hinten links) und der neue Altar (hinten Mitte) leuchten sogar. | Foto: Andreas Wolff
  • Der neue Ambo (hinten links) und der neue Altar (hinten Mitte) leuchten sogar.
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Im Jugendstilkirchsaal in Nordend sind am vergangenen Wochenende zwei neue „Möbelstücke“ bei einem Gottesdienst eingeweiht worden: ein neuer Altar und ein neues Lesepult (Ambo).

Der Entwurf für beide stamme vom Berliner Glaskünstler Andreas Wolff, berichtet Pfarrer Eike Thies. Seit 2006 steht am Ort des früheren Altars von Fritz Gottlob ein provisorischer Tisch. Der ursprüngliche Steinaltar wurde 1962 abgebaut. Um dem Kirchsaal wieder einen Altar zurückzugeben, lobte die evangelische Gemeinde Berlin-Nordend gemeinsam mit ihrem Förderverein und mithilfe der Landeskirche einen künstlerischen Wettbewerb aus. Ziel des Wettbewerbs war die Neugestaltung von Altar und Ambo in einem Gesamtkonzept.

Das Architekturbüro D:4 übernahm die Leitung des Wettbewerbs. Und im vergangenen Jahr entschied sich die Jury für die Arbeit des Berliner Künstlers Andreas Wolff. Dieser Entwurf besteht aus Glas, das hochkant in Lagen aneinandergereiht einen Sockel bildet, den eine Holzdeckplatte abschließt. „Mir war es wichtig, den Altar und das Lesepult in die Architektur des Raumes einzufügen“, erklärt Wolff. „Die beiden Stücke zitieren die Materialen des Kirchsaals, das Glas, das Holz und das Licht der am Jugendstil angelehnten Fenster.“

Das Besondere am neuen Altar ist, dass er leuchtet. Die Paramente, das sind die verzierten und farbigen Tücher eines Altars, bestehen nicht aus Stoff, sondern aus Licht. Hinter dem Glas befindet sich eine LED-Leiste, die sich mit einer Fernbedienung farblich dem Kirchenjahr anpassen lässt. Ganz genauso ist es auch beim Lesepult. „Das Licht lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Mittelpunkt des Raumes“, so Wolff. Der Lichtkünstler hat Rot als Farbe für den Heiligen Geist und die Farbe für besondere kirchliche Feste vorgesehen.

Seit Anfang 2000 engagiert sich der Förderverein Jugendstil-Kirchsaal Nordend für den Erhalt des Jugendstilkirchsaals in der Schönhauser Straße 32. Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Saal denkmalgerecht wiederherzustellen und kulturell zu bespielen. Neben den Sonntagsgottesdiensten lädt die Gemeinde gemeinsam mit dem Förderverein regelmäßig zu Lesungen, Konzerten und Podiumsdiskussionen ein.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.luther-nordend.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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