Umplanung gefordert
Kastanienallee soll erneuert werden

Unter anderem an der Kreuzung mit der Friedrich-Engels-Straße ist die Fahrbahn der Kastanienallee sehr marode. | Foto: Bernd Wähner
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Die Planungen für die nächsten Bauabschnitte der Kastanienallee müssen überarbeitet und diese Straße muss endlich erneuert werden. Das fordert die BVV per Beschluss.

Die Straßenbeläge der Kastanienallee im unsanierten Abschnitt sind marode. Es existieren zum Teil keine Fußwege und es gibt weder sichere Überquerungsmöglichkeiten noch Radwege. Täglich durchfahren Hunderte Lkw die Straße, was für die Anwohner zu Lärmbelästigungen, bebenden Häusern und schlaflosen Nächten führt.

Deshalb soll die Kastanienallee saniert werden. Doch mit den vorliegenden Planungen ist die Mehrheit der Verordneten nicht einverstanden. Deshalb fordern sie per Beschluss: Die bisherigen Entwurfsplanungen des Bezirksamtes sollen verworfen werden.

Ziel der nun von SPD, Linken und Bündnisgrünen geforderten Überarbeitung soll es sein, die Kastanienallee in ihrem ursprünglichen Charakter zu sanieren, ohne sie weiter auszubauen. Die Verordneten fordern unter anderem, Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehr jeweils baulich voneinander zu trennen, damit es auf der Kastanienallee verkehrssicherer wird. Außerdem soll „eine ausreichende Bepflanzung zur Sicherung von Lebensqualität und Hitzeschutz vorgesehen“ werden. Schließlich sollen mehr Querungsmöglichkeiten für Fußgänger neu entstehen. „Die Kastanienallee muss komplett erneuert werden“, erklärt Jan Drewitz, Mobilitätsexperte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Wir wollen keine gefährliche Auto- und Lkw-Piste ohne Bäume. Deshalb geht es uns nicht nur darum, Lärm zu reduzieren, sondern Verkehrssicherheit zu schaffen. Fußgänger und Radfahrer sollen die Straße sicher benutzen können. Dafür brauchen wir getrennte Spuren für Fuß-, Rad- und Autoverkehr, sonst sind Unfälle vorprogrammiert.“

Das Bezirksamt plane seit Jahren an der Kastanienallee herum, so Drewitz weiter. „Nach jeder Planungsänderung taucht ein neuer Missstand auf. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, dass sich das Bezirksamt von einem externen Büro beraten lässt und dadurch neue Ideen und Sichtweisen gewinnt.”

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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