Viele Ideen für Gebiet "An der Mole"

Auf der Veranstaltung zu den Entwurfsplanungen für das Gebiet "An der Mole" waren auch Eltern. Sie wünschen sich eine Schule. | Foto: Wrobel
3Bilder
  • Auf der Veranstaltung zu den Entwurfsplanungen für das Gebiet "An der Mole" waren auch Eltern. Sie wünschen sich eine Schule.
  • Foto: Wrobel
  • hochgeladen von Karolina Wrobel

Rummelsburg. Nach über 15 Jahren könnte in diesem Jahr der Bebauungsplan für das Gebiet "An der Mole" festgesetzt werden.

Viele Anwohner aus der Victoriastadt verfolgen mit großem Interesse das Bebauungsplanverfahren für das Gebiet "An der Mole". Die Brache zwischen Rummelsburger Bucht und dem Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz ist ein Filetgrundstück des Landes Berlin, das zum Verkauf steht. Neben potenziellen Investoren haben auch die Anwohner ihre Vorstellungen, was dort entstehen soll. Sie fordern eine neue Schule.

Doch bevor auch nur ein Haus dort gebaut werden kann, muss der Bezirk festlegen, was an diesem Ort überhaupt entstehen soll. Am 22. Februar stellte dazu das Bezirksamt die Entwurfsplanungen für das Gebiet in einer Veranstaltung den Bürgern vor. So soll südlich der Hauptstraße an der Ecke zur Kynaststraße ein Kerngebiet ausgewiesen werden, wo Büros, Einzelhandel und Hotellerie mit Gebäudehöhen bis zu sieben Geschossen entstehen könnten. Im weiteren Verlauf der Hauptstraße und der Kynaststraße könnte ein Mischgebiet entstehen. Ein direkter Zugang würde vom Bahnhof Ostkreuz durch eine Promenade zum Ufer des Rummelsburger Sees geschaffen werden.

Noch dieses Jahr, so die Planer, könnte der Bebauungsplan festgesetzt werden. Dabei sind viele Fragen der Bürger noch ungeklärt. Denn schon jetzt ist die Not der Schüler groß. Einzige Grundschule im Gebiet ist die Schule in der Victoriastadt in der Nöldnerstraße. Die Schule muss von 420 auf 525 Schüler im Schuljahr 2016/2017 aufstocken. "Mit zusätzlichem Wohnungsbau steigt in naher Zukunft die Zahl im Einzugsbereich auf 850 Schüler", macht die Bezirkselternausschussvorsitzende, Claudia Engelmann, deutlich. Eine neue Schule müsse definitiv her. Das Planungsgebiet böte dafür Flächen – vorausgesetzt, das Land würde sie dem Bezirk übertragen, statt sie gewinnbringend zu verkaufen. "Geld machen oder Schule bauen? Diese Frage müssen sich die Verantwortlichen nun stellen", lautet ein Kommentar einer Mutter. Ein Schulbau sei jedoch unwahrscheinlich, das machte Joachim Sichter von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung deutlich: "Hier eine Schule zu bauen ist nicht besonders naheliegend. Die Flächen liegen einfach zu randständig an der Wohnbebauung." Überdies würde der Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz an dieser Stelle – wenn überhaupt – eine weiterführende Schule nahelegen. Für diese Schulen gibt es kein begrenztes Einzugsgebiet.

Die Eltern legen deshalb ihre Hoffnung noch auf einen zweiten Standort: ein denkmalgeschütztes Haus in der Hauptstraße 8/9 – außerhalb des Planungsgebiets "An der Mole". Tatsächlich werde der Standort derzeit auf seine Eignung untersucht, erklärte Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU). "Das Ergebnis erwarten wir im Mai." Dabei hängt die Entwicklung des Bebauungsplans "An der Mole" auch mit diesem Schulstandort zusammen. KW

Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

Gesundheit und MedizinAnzeige
Schonende Verfahren für Ihre Rückengesundheit werden am 19. März vorgestellt. | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Informationen für Patienten
Minimal-Invasive Wirbelsäulenchirurgie

Leiden Sie unter anhaltenden Rückenschmerzen oder Wirbelsäulenbeschwerden? Moderne minimal-invasive Operationsverfahren ermöglichen eine schonendere Behandlung mit schnelleren Genesungszeiten. Erfahren Sie mehr über innovative Therapiemöglichkeiten bei unserem Infoabend mit Dr. (Univ. Kermanshah) Kamran Yawari, Teamchefarzt des Caritas Wirbelsäulenzentrums. In seinem Vortrag erläutert er die Vorteile minimal-invasiver Wirbelsäulenchirurgie und zeigt auf, wann und für wen diese Methoden sinnvoll...

  • Reinickendorf
  • 18.02.25
  • 247× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es gibt und wie moderne Behandlungsmöglichkeiten helfen können.  | Foto: pixel-shot.com, Leonid Yastremskiy

Proktologie: Ende gut, alles gut!

Unser Darm ist mit seinen 5 bis 7 Metern Länge ein wahres Wunderwerk unseres Körpers. Doch wenn es am Ende des Darms zu Erkrankungen kommt, kann das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – auch wenn man es nicht sieht. Aus Scham werden diese Probleme oft verschwiegen, dabei gibt es in den meisten Fällen gute Behandlungsmöglichkeiten. Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein! Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es...

  • Reinickendorf
  • 19.02.25
  • 212× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem.  | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Patienten fragen
Steine in der Gallenblase – was nun?

Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem. Etwa jede fünfte Person in Europa ist betroffen, und fast die Hälfte entwickelt im Laufe des Lebens Beschwerden. Diese äußern sich meist in Form von wiederkehrenden Schmerzen, insbesondere im rechten Oberbauch. In einigen Fällen können Gallensteine zu ernsthaften Komplikationen wie einer Entzündung der Gallenblase führen. Die bevorzugte Therapie bei Beschwerden ist die operative Entfernung der Gallenblase – in der Regel...

  • Reinickendorf
  • 12.02.25
  • 597× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Informieren Sie sich über Intensivmedizin. | Foto: 2022 Tomasz Kuzminski

Infoabend am 11. Februar
Grenzen und Möglichkeiten der Intensivmedizin

Die Intensivmedizin hat erstaunliche Fortschritte gemacht und bietet schwerstkranken Patienten Überlebenschancen, die früher undenkbar waren. Doch wo liegen die Grenzen dieser Hochleistungsmedizin? Welche technischen, personellen und ethischen Herausforderungen gibt es? Besuchen Sie unseren Infoabend mit Priv.-Doz. Dr. Stephan Kurz und erfahren Sie, wie intensivmedizinische Maßnahmen Leben retten, aber auch komplexe Entscheidungen erfordern. Was geschieht, wenn Therapieoptionen ausgeschöpft...

  • Reinickendorf
  • 29.01.25
  • 1.187× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.