Spurensicherung nach vier Tagen: Polizei betont intensive Ermittlung
Spandau. Eine ungewöhnlich lange Zeit zwischen einem Einbruch und der Spurensicherung hat eine Spandauer Familie verunsichert.
Der Schreck war groß für die Familie: Am 23. März drangen Einbrecher in das Haus in der Altstadt ein. Obwohl die Bewohner zu Hause waren, nahmen die Täter kleinere wertvolle Dinge mit. Was sie dann überraschte: Die Spurensicherung kam erst am 27. März. „Die fragten uns dann auch noch, ob wir etwas in der Wohnung angefasst hätten“, wunderte sich der Familienvater.
Polizei-Pressesprecher Winfrid Wenzel bestätigt den Vorfall. Er teilt auch mit, dass nach der Meldung eines Einbruchs die Spurensicherung „zeitnah“ erfolge, bei einem Wohnraumeinbruch „grundsätzlich durch die Sofortbearbeitung der Kriminalpolizei“. Die sei im vorliegenden Fall jedoch nicht möglich gewesen, da die Kriminalpolizei mit einem Tötungsdelikt befasst gewesen sei.
Aus diesem Grunde hätten sich, so Wenzel, während der Anzeigenaufnahme die Beamten des Abschnitts 21 auf Spurensuche begeben. Die zuständige Sachbearbeiterin des Einbruchskommissariats habe dann den nochmaligen Ortstermin vereinbart und auch mögliche Spuren gesichert. Weitere Angaben zu dem Fall macht die Polizei wegen des noch laufenden Ermittlungsverfahrens nicht.
Die Vermutung der betroffenen Familie, dass sich in jüngster Zeit Einbrüche in der Altstadt häuften, kann Wenzel nicht bestätigen: „Im Bereich der Altstadt und Umgebung wurden in den letzten Monaten Wohnungseinbrüche mit verschiedenen Begehungsweisen angezeigt. Eine auffällige Häufung ließ sich dabei aber nicht feststellen.“ CS
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