Aufklärung ohne Werbung
Spandauer Liberale wollen Präsenz der Bundeswehr in den Oberschulen stärken

Für eine stärkere Präsenz der Bundeswehr in den Schulen hat sich vor Kurzem bereits Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) ausgesprochen. Ihre Parteifreunde im Bezirk sehen das ähnlich.

Die Liberalen fordern das Bezirksamt Spandau auf, sich dafür einzusetzen, dass die Bundeswehr ihre Aufgaben, Tätigkeit und Strukturen im Rahmen von Projekttagen an den Oberschulen vorstellen kann. Dazu stellten sie in der März-Sitzung des Schulausschusses einen entsprechenden Antrag.

Jahrzehntelang habe in Teilen der Gesellschaft eine totale Ablehnung gegenüber der Bundeswehr bestanden und das Motto hieß „Frieden schaffen ohne Waffen“, hieß es in der Begründung der Liberalen. Diese Zeit sei aber vorbei, denn die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit, Stichwort, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, hätten gezeigt, dass diese Einstellung nicht funktioniert habe. Im Rahmen dieser Zeitenwende solle die Bundeswehr deshalb „darlegen, was sie macht“, ergänzte der FDP-Fraktionsvorsitzende Matthias Unger. Dabei solle es sich keinesfalls um eine Werbeveranstaltung handeln. Aber eine vernünftige Meinungsbildung jedes Einzelnen über die Bundeswehr sei nur durch eine umfassende Aufklärung möglich.

Eine Ansicht, die nicht auf ungeteilten Beifall stieß. Sie wisse nicht so recht, wie sie mit dem Antrag umgehen solle, erklärte Schulstadträtin Dr. Carola Brückner (SPD). Schließlich könnten die Schulen zu Projekttagen oder Projektwochen einladen, wen sie wollten. „Ich werde mich da nicht einmischen“.  Auch die SPD-Bürgerdeputierte und ehemalige Schulrätin Susanne Pape will den Schulen keine Vorgaben machen. Sie fände es „fatal, eine solche Anregung zu geben“. Grundsätzlich keine Bundeswehr an den Schulen wollte Sabine Knepel (Linke). „Da sträuben sich bei mir die Haare“.

Die CDU-Fraktion hielt den Antrag dagegen für unterstützenswert. Auch die Schulen wären heute in einer anderen Lage und müssten sich auf aktuelle Herausforderungen einstellen, erklärte der Verordnete Max Grüninger. In dem Antrag sei ja gerade keine Werbung für den Soldatenberuf vorgesehen. Am Ende gab es acht Ja- und sieben Nein-Stimmen für den Antrag. Endgültig beschließen muss ihn die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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