Bezirk beschließt Leitziele für den Klimaschutz
Spandau steht am Anfang eines langen Wegs

Öffentliche Gebäude klimagerecht umzubauen ist häufig eine Herausforderung. Beispielhaft gilt das für das Rathaus Spandau. | Foto:  Thomas Frey
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Der Bezirk Spandau soll spätestens 2045 klimaneutral sein. Um das zu erreichen, braucht es einen langen Vorlauf und viele Veränderungen, die in 20 Klimaleitzielen festgeschrieben und Anfang Juli vom Bezirksamt beschlossen wurden.

Der Wegweiser gliedert sich in mehrere Handlungsfelder, etwa eine CO2-neutrale Verwaltung, Energie, Stadtentwicklung, Mobilität sowie Beschaffung, Mitarbeitersensibilisierung, Konsum und Gesellschaft, Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Viele Aktivitäten betreffen Verantwortungsbereiche des Bezirksamtes. Gleichzeitig sollen sie Vorbildfunktion für die gesamte Gesellschaft haben.

Ein wichtiges Kapitel ist die energetische Sanierung von Liegenschaften der öffentlichen Hand. Eine klimaneutrale Wärmeversorgung und der Ausbau von Solaranlagen auf Dächern, Fassaden sowie weiteren geeigneten Flächen werde „mit Priorität“ vorangebracht, hießt es in den Leitzielen. Was allerdings auch hier heißt, es wird ein langer Weg, dessen Ende auf „spätestens 2045“ terminiert wird. Die Energiewende in den eigenen Liegenschaften soll gleichzeitig Auswirkung auf die umliegenden Quartiere haben. Die Objekte könnten zu „wichtigen potenziellen Ankerkunden“ für weitere Bereiche werden und ein Nahwärmenetz rentabel machen.

Neubauten, speziell der Wohnungsbau, sollen sich an sogenannten Klima-Checklisten orientieren. Hier geht es um das verwendete Material, die Energieversorgung und neue Konzepte in der Stadtentwicklung als „Stadt der kurzen Wege“. Wohnen und Arbeiten, Versorgung, Dienstleistungen, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sollten sich im besten Fall in einem überschaubaren Einzugsbereich befinden, um weniger Flächen zu verbrauchen und die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen. In der Kategorie Mobilität werden der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, Carsharing-Angebote sowie der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs genannt.

Neben großen Leitlinien werden auch eher kleinteilige Veränderungen aufgelistet. Dazu gehört beispielsweise, dass das Bezirksamt seine Kultur- und Bildungsveranstaltungen so weit wie möglich klimaneutral und nach dem Zero-Waste-Prinzip durchführen will und das auch von Dritten verlangt, deren Angebote in bezirklichen Räumlichkeiten oder mit bezirklicher Förderung stattfinden. Für Privatpersonen und Unternehmen bietet die KlimaWerkstattSpandau Anleitungen zu klimaneutralem Handeln.

Die Klimaleitziele können auf der Homepage des Bezirksamtes auf bwurl.de/1a9k heruntergeladen werden.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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