Online-Beteiligungsverfahren gestartet
Senat plant neue Straßenbahnlinie zwischen Rathaus Spandau und der Urban Tech Republic

Die vorgeschlagenen Trassen der geplanten Straßenbahnverbindung führen alle über den Falkenseer Platz. Sie dort einzupassen stellt die Verkehrsplaner des Senats vor eine Herausforderung. | Foto:  Thomas Frey
  • Die vorgeschlagenen Trassen der geplanten Straßenbahnverbindung führen alle über den Falkenseer Platz. Sie dort einzupassen stellt die Verkehrsplaner des Senats vor eine Herausforderung.
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Die Senatsmobilitätsverwaltung hat erste Planungen für eine Straßenbahnverbindung zwischen Rathaus Spandau und der Urban Tech Republic auf dem ehemaligen Flughafen Tegel vorgestellt.

Auf einer Online-Veranstaltung ging es um mögliche Trassenführungen, die untersucht und deren Ergebnisse präsentiert wurden. Im Anschluss startete ein Online-Beteiligungsverfahren auf bwurl.de/181t. Es endet am Freitag, 27. Mai. Unter der Internetadresse werden alle Streckenverläufe vorgestellt. Sie können, wie das gesamte Vorhaben, bewertet und kommentiert werden.

Das Straßenbahnprojekt wurde in drei Abschnitte unterteilt. Der erste betrifft den Bereich vom U-Bahnhof Rathaus Spandau bis zur Wasserstadt in Hakenfelde. Die besten Chancen auf eine Realisierung hat eine Trasse, die über den Altstädter Ring und durch die Neuendorfer- und Streitstraße zur Wasserstadtbrücke führt. Allerdings stehen die Verkehrsplaner vor der Herausforderung, eine Tram in den Kreisverkehr am Falkenseer Platz einzupassen. Jenseits der Wasserstadtbrücke dürfte die Straßenbahnlinie entlang der breiten Daumstraße weiter verlaufen. Eine alternative Streckenführung verläuft nördlich davon. Das Ziel dieser Etappe ist die Insel Gartenfeld, auf der in den kommenden Jahren ein neues Wohnviertel entstehen soll. Um die Insel zu erreichen, braucht es aber eine Brücke. Beim Abschnitt von Gartenfeld zur Urban Tech Republic auf dem ehemaligen Flughafen Tegel sind noch mehrere Varianten in der engeren Wahl. Sie führen unter anderem entlang des Saatwinker Damms und durch eine Kleingartenanlage.

Die ersten Kommentare auf der Beteiligungsplattform hinterfragen die vorgestellten Trassen und weisen auf Probleme hin. Neben dem möglichem Verlust von Laubenpieperland geht es unter anderem um die Frage, wie eine Straßenbahn in die völlig überlastete Neuendorfer- und Streitstraße passen soll.

Die Senatsverwaltung kündigt das Verkehrsprojekt als "bedarfsgerechte Erschließung" an, speziell zwischen den beiden Großprojekten Urban Tech Republic und Insel Gartenfeld. Zudem verbessere es die Anbindung an das vorhandene und geplante S- und U-Bahnnetz. Allerdings geht selbst der Senat davon aus, dass erst in rund acht Jahren die erste Straßenbahn fährt.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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