Fest am 3. September
Quartiersbüro ist jetzt mittendrin

Herzlich willkommen: Selin Celik, Tale Wöll und Svea-Patricia Kammer sind Ansprechpartnerinnen für alle Kiezbewohner im Quartier Germaniagarten. | Foto: QM Gernaniagarten
  • Herzlich willkommen: Selin Celik, Tale Wöll und Svea-Patricia Kammer sind Ansprechpartnerinnen für alle Kiezbewohner im Quartier Germaniagarten.
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Bereits seit zweieinhalb Jahren gibt es das Quartiersmanagementgebiet (QM) Germaniagarten, doch erst jetzt hat ein Vorort-Büro eröffnet, das diesen Namen wirklich verdient. Zu finden ist es in der Bacharacher Straße 2/Ecke Oberlandstraße.

Bisher hatten die drei Quartiersmanagerinnen ihren Sitz etwas weiter entfernt, auf dem Gelände der Berlin Union-Film an der Oberlandstraße. Nun endlich sind sie mittendrin und haben einen zuvor leer stehenden Laden bezogen. Ihre Aufgabe ist es, das Viertel gemeinsam mit den Bewohnern lebenswerter zu machen, Ideen zu sammeln, Projekte auf den Weg zu bringen, Akteure in Kontakt miteinander zu bringen und Weiteres mehr.

Das kleine QM-Gebiet liegt an der Grenze zu Neukölln. Im Norden wird es von der Ringbahn, im Süden vom Park an der Teilestraße begrenzt. Gut 3600 Menschen leben in den Häusern, die hauptsächlich in den 1930er- bis 1950er-Jahren erbaut worden sind. Die meisten von ihnen haben migrantische Wurzeln, überdurchschnittlich viele Familien bekommen Transferleistungen wie Arbeitslosen- oder Sozialgeld, die Kinderarmut ist mit 60 Prozent hoch. „Wir sind aber trotzdem kein Brennpunktkiez“, betont Quartiersmanagerin Tale Wöll. „Hier gibt es wenig Gewalt und kaum Drogendelikte.“

Tatsächlich macht das Gebiet einen guten Eindruck. Es gibt viel Grün, heruntergekommene Mietskasernen oder enge Hinterhöfe sucht der Passant vergebens. Dass hier so viele sozial benachteiligte Menschen wohnen, erklärt Wöll mit den vergleichsweise niedrigen Mieten. Der Grund dafür ist vor allem in der Insellage des Gebiets zu finden: Der nächste U-Bahnhof an der Hermannstraße ist recht weit entfernt, die Busse sind oft unzuverlässig, zudem sind die Siedlungen von viel Gewerbe und Industrie umgeben. Gut sieht es auch nicht bei den Bildungseinrichtungen aus. Zwar hat die Marianne-Cohn-Schule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum, ihren Sitz im Kiez, doch es fehlt sowohl an einer Grundschule als auch an einer weiterführenden Schule.

Im Germaniagarten-Kiez gibt es
kaum Angebote für Jugendliche

Eine Senioreneinrichtung gibt es hingegen, genauso wie zwei Kitas und die Villa Holz, ein Freizeithaus für Kinder bis 14 Jahren. Für die Älteren mangelt es aber an Angeboten. „Die halten sich oft rund um den Bahnhof Hermannstraße oder im Einkaufszentrum am Tempelhofer Hafen auf, dort gibt es freies W-Lan“, so Tale Wöll. Die Quartiersmanagerinnen wollen als nächstes, gemeinsam mit einem Träger, etwas für diese Altersgruppe auf den Weg bringen, zum Beispiel einen Treffpunkt in mobilen Containern. Auch ein Umweltprojekt ist in Planung. Als sehr positiv hebt Quartiersmanagerin Selin Cicek hervor, dass die Akteure vor Ort sehr gut vernetzt seien. Trotzdem werden stets weitere Menschen ab 16 Jahren gesucht, die sich für ihr Viertel engagieren wollen. Zum Beispiel in der Aktionsfondsjury, die sich bis zu viermal im Jahr trifft und ausgesuchte Projekte mit Geld unterstützt. Oder im Quartiersrat, der alle zwei Monate zusammenkommt und darüber spricht, was der Kiez am dringendsten braucht und ebenfalls über die Förderung von Projekten mitentscheidet. Beide Gremien werden im November neu gewählt.

Wer mehr wissen, Nachbarn treffen und Vertreter von Einrichtungen kennenlernen möchte, sollte am Sonntag, 3. September, zwischen 13 und 17 Uhr beim Sommerfest vorbeischauen. Es findet in der Holzmannstraße, zwischen Rohrbeck- und Oberlandstraße, statt.

Die Quartiersmanagerinnen sind werktags von 10 bis 14 Uhr telefonisch zu erreichen. Das Büro ist Montag 10-12 Uhr und Mittwoch 16-18 Uhr geöffnet. Weitere Infos unter qm-germaniagarten@morethanshelters.org, telefonisch 0152/57 83 64 44 und im Internet auf http://qm-germaniagarten.de/quartiersmanagement/.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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