Alternative Lösung zum „Nord-Süd-Steg“
Schwimmstege statt Neubau

Im Januar wurde die marode Holzbodenkonstruktion abgerissen. Schwimmstege sollen sie jetzt ersetzen.  | Foto: Archivfoto: privat
  • Im Januar wurde die marode Holzbodenkonstruktion abgerissen. Schwimmstege sollen sie jetzt ersetzen.
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Das Bezirksamt hat kurzfristig eine alternative Lösung zum teuren und langwierigen Neubau des „Nord-Süd-Steg“ in den Tiefwerder Wiesen gefunden. Schwimmstege sollen jetzt zum Einsatz kommen.

Gesperrt war der marode Holzsteg auf dem Rundweg durch die Tiefwerder Wiesen schon seit ein paar Jahren. Ende Januar 2019 wurde er schließlich abgerissen. Ein stabiler Neubau mit Freiraum für Rollstuhlfahrer sollte kommen. 400.000 Euro waren dafür bereits im Doppelhaushalt 2018/19 eingestellt. Doch im Verlauf der Planungen ging dem Bezirksamt das Geld aus. Weshalb in den Bezirksetat für 2020/21 eine neuerliche Summe für das Bauvorhaben festgeschrieben wurde. Die Gesamtkosten des Brückenneubaus schätzt das Bezirksamt nunmehr auf 933.000 Euro. Die Summe kam bei Verhandlungen mit dem zuständigen Brückenbauamt zustande.

Veranschlagte Bauzeit: 2022 bis 2024. Das wären vom Abriss der Steganlage gerechnet bis zum fertigen Neubau immerhin fünf Jahre. Wofür vielen Spandauern das Verständnis fehlen dürfte, zumal der Verbindungsweg ja schon länger nicht mehr passierbar ist.

Uferweg und Pontons

Das Bezirksamt präsentiert darum jetzt eine schnellere Lösung. Demnach haben sich das Straßen- und Grünflächenamt und das Umwelt- und Naturschutzamt auf einen steglosen Weg auf dem parallel zum alten Steg verlaufenden Ufer verständigt. Damit der Spaziergänger trotzdem trockenen Fußes über die Fließe kommt, sollen robuste Schwimmstege (Pontons) her, wie man sie als Angelstege oder Bootsstege kennt. Der Vorteil: Sie sind kostengünstiger, passen sich auch schwankenden Wasserständen an und werden darum deutschlandweit in ähnlich sensiblen Schutzgebieten wie den Tiefwerder Wiesen eingesetzt. Noch vor Jahresende soll das Konstrukt fertig sein – je nach Witterung.

„Da der Neubau einer Steganlage aufgrund von aufwendigen baulichen Anforderungen und den damit verbundenen erheblichen Kostensteigerungen in weite Ferne gerückt wäre, haben wir uns für diese alternative Lösung entschieden“, teilt Baustadtrat Frank Bewig (CDU) mit. Die dafür notwendigen Mittel habe das Bezirksamt kurzfristig akquirieren können.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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