Der Vorhang fällt: „Gemischtes“ ist finanziell nicht mehr zu halten

Staaken. Das Kulturzentrum „Gemischtes“ muss zum Jahreswechsel schließen. Grund sind massive Geldprobleme.

Die Spandauer müssen Abschied nehmen vom beliebten Kulturzentrum „Gemischtes“. Am 16. Dezember fiel der letzte Vorhang. Über den Jahreswechsel wird das Haus an der Sandstraße 41 nun schließen. Das gab der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord als Träger der Einrichtung bekannt. So sei es nicht gelungen, aus dem fragilen Finanzierungsmix eine gesicherte Finanzierung für das Haus zu entwickeln, erklärt Geschäftsführerin Petra Sperling.

Von Beginn an hielten das „Gemischte“ ausschließlich der Mietverzicht, Fördermittel aus diversen Bezirks- und Senatstöpfen, Zuwendungen durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband, Spenden und Mitgliedsbeiträge des Freundeskreises über Wasser. Eine feste, jährliche Finanzierung gab es nicht. Weshalb sich die Schulden auf mittlerweile rund 10.000 Euro angehäuft haben. „Wir sehen uns nicht länger in der Lage, weitere Energie in das Schließen von Finanzierungslücken zu stecken“, so Petra Sperling. Der Gemeinwesenverein bedauere dies zutiefst, denn das Kulturzentrum sei ein wichtiger Veranstaltungsort weit über die Großsiedlung Heerstraße Nord hinaus und sein Kulturprogramm allseits beliebt. Bis eine Lösung gefunden ist, werden die Räume bis Juni 2016 nur noch für Aktivitäten und Versammlungen im Rahmen der Stadtteilarbeit zur Verfügung stehen. Das Kulturzentrum eröffnete im Jahr 2003. Damals funktionierten Akteure aus der Siedlung mit Hilfe der Wohnungsgesellschaft GSW einen leeren Supermarkt zum interkulturellen Begegnungszentrum um. Die Initiative konnte viele Kräfte frei setzen und kam so gut an, dass der Umbau mit Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ finanziert werden konnte. Zwischenzeitlich gab es jedoch mehrere Eigentümerwechsel von der GSW zur Deutsche Wohnen und zur Unternehmensgruppe ADO, weshalb die vertragliche Situation ungeklärt ist. uk

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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