Sitzbank als Kontaktbörse
Reinickendorf weihte ersten „Quasseltreff“ ein

Zum Plaudern auf die Bank unter dem Baum. Sitzend von links: Stadträtin Julia Schrod-Thiel, Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (beide CDU), die Einsamkeitsbeauftragte Annabell Paris, der Leiter des Grünflächenamts Sascha Braun sowie stehend dahinter die Azubis aus dem Grünflächenamt. | Foto:  Bezirksamt Reinickendorf
  • Zum Plaudern auf die Bank unter dem Baum. Sitzend von links: Stadträtin Julia Schrod-Thiel, Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (beide CDU), die Einsamkeitsbeauftragte Annabell Paris, der Leiter des Grünflächenamts Sascha Braun sowie stehend dahinter die Azubis aus dem Grünflächenamt.
  • Foto: Bezirksamt Reinickendorf
  • hochgeladen von Thomas Frey

Die Sitzgelegenheit fällt bereits durch ihre gelbe und violette Farbe und durch Sprüche auf: Einer lautet „Plaudern verbindet“. Damit ist auch der Sinn dieser bunten Bank vor dem Rathaus Reinickendorf am Eichborndamm erklärt, die am 2. Mai eingeweiht wurde. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Quasseltreff.

Einsamkeit ist laut Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Sie betreffe alle Bevölkerungsschichten, nicht zuletzt ältere Menschen. Als Konsequenz aus dieser Einschätzung gibt es seit Februar in Reinickendorf mit Annabell Paris die erste hauptamtliche Einsamkeitsbeauftragte in einer deutschen Kommune. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, Strategien gegen Einsamkeit zu entwickeln und Initiativen auf diesem Feld zu vernetzen und zu unterstützen. Der Quasseltreff ist dafür ein erster sichtbarer Ausdruck.

Denn die Bank soll zum Plaudern und Kennenlernen einladen. Wer sich dort hinsetzt, zeigt an, dass sie oder er an Kontakt mit anderen interessiert ist. Eine niederschwellige Möglichkeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Und ein kleiner Baustein, um Einsamkeit etwas zu minimieren.

Die Bank und weitere solcher Quasseltreffs haben Auszubildende des Fachbereichs Grünflächen des Bezirksamtes gestaltet. Es gibt insgesamt fünf. Nach dem Start am Rathaus sollen sie in den kommenden Wochen an weiteren Orten im Bezirk aufgestellt werden wie unter anderem an der Greenwichpromenade.

Für jede Bank hätten die Auszubildenden rund 50 Arbeitsstunden investiert, erklärte das Bezirksamt. Die Farbe habe pro Exemplar etwa 800 Euro gekostet. Denn es handelt sich nicht nur um einen auffallenden, sondern auch strapazierfähigen Anstrich.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

50 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

BauenAnzeige
2024 war Richtfest für die Grundschule in der Elsenstraße. | Foto: SenBJF
7 Bilder

Berliner Schulbauoffensive 2016-2024
Erfolgsgeschichte für unsere Stadt

Die Berliner Schulbauoffensive ist nach wie vor eines der zentralen Projekte unserer Stadt. Mit aktuell mehr als 44.000 neu entstandenen Schulplätzen setzt die Offensive ihre Ziele erfolgreich um. So wurden von 2016 bis 2023 bereits 5 Milliarden Euro in moderne Bildung investiert. Auch in den kommenden Jahren wird das derzeit größte Investitionsvorhaben für Schulen fortgesetzt. Die Offensive geht weiter und führt zu einer dauerhaft verbesserten schulischen Umgebung für unsere Schülerinnen und...

  • Charlottenburg
  • 13.12.24
  • 678× gelesen
  • 1
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 1.344× gelesen
WirtschaftAnzeige
Einstiegstüren machen Baden und Duschen komfortabler. | Foto: AdobeStock

GleichWerk GmbH
Seniorengerechte Bäder und Duschen

Seit März vergangenen Jahres ist die Firma GleichWerk GmbH in Kremmen der richtige Partner an Ihrer Seite, wenn es um den Innenausbau Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung geht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch seine Dienste für Hausverwaltungen an. Geschäftsführender Inhaber des Fachbetriebs ist Dennis Garte, der nach jahrelanger Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, wobei er über ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern sowie angesehenen Handwerksfirmen verfügt....

  • Umland Nord
  • 04.12.24
  • 1.006× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 1.442× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 2.345× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.