Herz-Jesu-Kirche: Spendenaktion soll Gelder für Turmsanierung beschaffen

Taschen, Schürze und Kochbuch mit Turm-Logo: Für die Sanierung des Kirchenbaus wirbt Gabriele Bühler um Spenden. | Foto: M. Schmidt
  • Taschen, Schürze und Kochbuch mit Turm-Logo: Für die Sanierung des Kirchenbaus wirbt Gabriele Bühler um Spenden.
  • Foto: M. Schmidt
  • hochgeladen von Lokalredaktion

Zehlendorf. Für die Sanierung ihres Kirchturms fehlen der Herz-Jesu-Kirche Tausende von Euro. 38 000 Euro aber hat sie bereits an Spenden geworben. Das noch fehlende Geld will die katholische Gemeinde auf ungewöhnlichem Wege beschaffen.

150 000 Euro an Spenden gilt es laut Gabriele Bühler aufzutreiben. Die Ehrenamtsmanagerin kümmert sich im Pfarrgemeindekirchenrat um den Turm. Für die Restaurierung des mehr als 100 Jahre alten Backsteinbaus hat sich im Dezember 2013 extra ein "Turmsanierungsausschuss" aus Ehrenamtlichen gebildet.

Zwei Prüfungen hatten 2011 und 2013 ergeben, dass die Risse im Tragwerk des Turmes stetig größer wurden. Zudem löst sich seit geraumer Zeit der Mörtel zwischen den Ziegeln. Bühler: "Wir wurden aufmerksam, als Steinchen vom Turm fielen." Wenn nichts geschieht, könnte der Glockenträger irgendwann einstürzen. Dabei waren es nicht einmal die Glocken, die das Bauwerk strapazieren.

"Es sind tatsächlich Spätfolgen des Krieges", sagt die Rechtsanwältin. Denn mehr noch als der sandige Untergrund hätten jahrzehntelang Panzerkolonnen auf der Clayallee die Turmarchitektur erschüttert.

Ein "Spend-O-Meter" im Kircheneingang dokumentiert den Stand der Gaben für die Erneuerung des 44 Meter hohen Wahrzeichens der Kirche. In drei Säulen ist zu erkennen, wie viel Gemeinde, Mäzene und Unternehmen bereits spendiert haben. Das Gros der Sanierung, etwa 300 000 Euro, trägt ohnehin das Erzbischöfliche Ordinariat.

Wer spendet, bleibt im Gedächtnis der Gemeinde erhalten. Ab 50 Euro gibt es eine Urkunde, ab 220 Euro einen Stein im Zugangsweg. Für 300 Euro landet der Name auf der Spendertafel zu Füßen des Turms.

Turmpate wird man ab 750 Euro, Turmengel ab 1500 Euro inklusive einer Messingplakette auf der Kirchenbank. 7000 Mitglieder hat die Gemeinde, zu der auch die St. Otto-Kirche im Zehlendorf Süd gehört. Geld für die Baumaßnahmen soll auch eine großflächige Werbung am Gerüst bringen, die ab Sommer am Turm angebracht wird.

Bühler, die als Erwachsene zur katholischen Kirche kam, ist zuversichtlich, mit Spenden ihrer Mitchristen das Bauwerk retten zu können. Dazu soll auch der Verkauf von Stofftaschen, Polohemden, Schürzen und eines Kochbuch beitragen - alle versehen mit dem stilisierten Logo des Turms.

Mehr Informationen zur Spendenaktion gibt es auf http://asurl.de/oxw
Martinus Schmidt / mst
Autor:

Lokalredaktion aus Mitte

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

WirtschaftAnzeige
Für rund 258.000 Haushalte in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Steglitz-Zehlendorf baut die Telekom Glasfaserleitungen aus.  | Foto: Telekom

Glasfaser-Internet hier im Bezirk
Telekom bietet 258.000 Haushalten einen Anschluss ans Glasfasernetz

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Steglitz-Zehlendorf. Damit können nun insgesamt rund 258.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant die Telekom insgesamt zwei Millionen Anschlüsse in Berlin zu...

  • Zehlendorf
  • 20.01.25
  • 253× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 3.017× gelesen
BauenAnzeige
2024 war Richtfest für die Grundschule in der Elsenstraße. | Foto: SenBJF
7 Bilder

Berliner Schulbauoffensive 2016-2024
Erfolgsgeschichte für unsere Stadt

Die Berliner Schulbauoffensive ist nach wie vor eines der zentralen Projekte unserer Stadt. Mit aktuell mehr als 44.000 neu entstandenen Schulplätzen setzt die Offensive ihre Ziele erfolgreich um. So wurden von 2016 bis 2023 bereits 5 Milliarden Euro in moderne Bildung investiert. Auch in den kommenden Jahren wird das derzeit größte Investitionsvorhaben für Schulen fortgesetzt. Die Offensive geht weiter und führt zu einer dauerhaft verbesserten schulischen Umgebung für unsere Schülerinnen und...

  • Charlottenburg
  • 13.12.24
  • 2.368× gelesen
  • 1
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 2.949× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 3.882× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.