BVG lässt Haltestellenmast versetzen

Gerda Stalla aus Lichtenrade hat es mal wieder geschafft. Die BVG ist auf ihre Beschwerden eingegangen und versetzt einen Haltestellenmast. | Foto: HDK
  • Gerda Stalla aus Lichtenrade hat es mal wieder geschafft. Die BVG ist auf ihre Beschwerden eingegangen und versetzt einen Haltestellenmast.
  • Foto: HDK
  • hochgeladen von Horst-Dieter Keitel

Lichtenrade. Seit fast 25 Jahren sitzt Gerda Stalla (74) im Rollstuhl, sie leidet an Multipler Sklerose. Und fast eben so lange wehrt sich die streitbare Frau gegen Behindertenbarrieren, Amtsschimmel und andere Widrigkeiten. Oft rollt sie als Siegerin vom Platz. Aktuell ist die BVG eingeknickt.

Wie berichtet, hatte die BVG kurz vor Jahresende Masten mit elektronischen Anzeigetafeln (X76 und M76) an der Bushaltestelle Lichtenrader Damm/Ecke Buckower Chaussee aufgestellt. Das dadurch in beide Richtungen entstandene Problem: Die Haltestellen sind so ausgelegt, dass die meisten Busse nun mit der Mitteltür samt ausklappbarer Rampe direkt vor dem Mast halten. Die Folge: Kein Durchkommen für Rollstuhlfahrer, weder rein noch raus. Auch mit Kinderwagen oder Rollator ist das ein Problem. Nun hat Gerda Stalla einen Brief von der BVG bekommen. Darin wird ihr mitgeteilt, dass mit dem Tiefbauamt ein neuer Standort abgestimmt wurde, der inzwischen auch offiziell genehmigt worden sei. Und: "Die Baufirma wird jetzt bis Ende Mai das neue Fundament herstellen, welches vier Wochen aushärten muss, bevor dann der Mast mit Anzeiger dorthin umgesetzt werden kann." Eigentlich hätte die BVG darauf jedoch von selbst kommen müssen. Vor etwa 15 Jahren hatte diese sich nämlich aus ähnlichen Gründen und auch auf Intervention von Rollstuhlfahrerin Gerda Stalla mit der Post angelegt und gewonnen.

"Exakt dort, wo jetzt der BVG-Mast steht, stand damals ein Briefkasten, der dann nach einigem Hin und Her ein paar Meter verlegt wurde", erinnert sich Stalla, die schon einige Male an der Haltestelle stehen gelassen wurde, weil der Rollstuhl nicht am Mast vorbei durch die Tür passte. Busfahrer dürfen im Ernstfall zwar ein paar Meter vorfahren, aber kein Stück zurück.

"Bis zur Lösung des Problems", so BVG-Sprecherin Petra Reetz, "sind die Fahrer angewiesen, wenn ein Rollstuhl an der Haltestelle wartet, mit einem entsprechenden Abstand zum Bürgersteig zu halten, damit die Rampe ausgeklappt und der Rolli mitgenommen werden kann." Doch leider geht das nicht immer.

Horst-Dieter Keitel / hdk
Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

Gesundheit und MedizinAnzeige
Hüft- und Kniebeschwerden können durch Unfälle, Verschleißerscheinungen oder Fehlstellungen verursacht werden und beeinträchtigen Ihre Beweglichkeit sowie Ihre Lebensqualität erheblich. | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Für mehr Lebensqualität!
Linderung für Hüft- und Knieschmerzen

Hüft- und Kniebeschwerden können durch Unfälle, Verschleißerscheinungen oder Fehlstellungen verursacht werden und beeinträchtigen Ihre Beweglichkeit sowie Ihre Lebensqualität erheblich. Bei unserem Infoabend wird Tariq Qodceiah, Chefarzt für Orthopädie & Unfallchirurgie sowie Leiter des Caritas Hüftzentrums in Reinickendorf, Ihnen die verschiedenen Ursachen und Behandlungsstrategien für Knie- und Hüftschmerzen erläutern. Er stellt sowohl konservative als auch operative Methoden vor und zeigt,...

  • Reinickendorf
  • 25.02.25
  • 93× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Schonende Verfahren für Ihre Rückengesundheit werden am 19. März vorgestellt. | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Informationen für Patienten
Minimal-Invasive Wirbelsäulenchirurgie

Leiden Sie unter anhaltenden Rückenschmerzen oder Wirbelsäulenbeschwerden? Moderne minimal-invasive Operationsverfahren ermöglichen eine schonendere Behandlung mit schnelleren Genesungszeiten. Erfahren Sie mehr über innovative Therapiemöglichkeiten bei unserem Infoabend mit Dr. (Univ. Kermanshah) Kamran Yawari, Teamchefarzt des Caritas Wirbelsäulenzentrums. In seinem Vortrag erläutert er die Vorteile minimal-invasiver Wirbelsäulenchirurgie und zeigt auf, wann und für wen diese Methoden sinnvoll...

  • Reinickendorf
  • 18.02.25
  • 415× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es gibt und wie moderne Behandlungsmöglichkeiten helfen können.  | Foto: pixel-shot.com, Leonid Yastremskiy

Proktologie: Ende gut, alles gut!

Unser Darm ist mit seinen 5 bis 7 Metern Länge ein wahres Wunderwerk unseres Körpers. Doch wenn es am Ende des Darms zu Erkrankungen kommt, kann das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – auch wenn man es nicht sieht. Aus Scham werden diese Probleme oft verschwiegen, dabei gibt es in den meisten Fällen gute Behandlungsmöglichkeiten. Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein! Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es...

  • Reinickendorf
  • 19.02.25
  • 377× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem.  | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Patienten fragen
Steine in der Gallenblase – was nun?

Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem. Etwa jede fünfte Person in Europa ist betroffen, und fast die Hälfte entwickelt im Laufe des Lebens Beschwerden. Diese äußern sich meist in Form von wiederkehrenden Schmerzen, insbesondere im rechten Oberbauch. In einigen Fällen können Gallensteine zu ernsthaften Komplikationen wie einer Entzündung der Gallenblase führen. Die bevorzugte Therapie bei Beschwerden ist die operative Entfernung der Gallenblase – in der Regel...

  • Reinickendorf
  • 12.02.25
  • 756× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.