Raketenstartplatz aus Holz
Vom Abenteuerspielplatz „Wicke“ ins All

Matthias Bielor, Vorsitzender der Spielplatzinitiative Marzahn, und Mitarbeiter Alexander Gusev brachten am Laufsteg zur Rakete den Namen „Sojus“ an, die Bezeichnung russischer Raketensysteme bis heute.  | Foto: hari
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  • Matthias Bielor, Vorsitzender der Spielplatzinitiative Marzahn, und Mitarbeiter Alexander Gusev brachten am Laufsteg zur Rakete den Namen „Sojus“ an, die Bezeichnung russischer Raketensysteme bis heute.
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Der Abenteuer-Umweltspielplatz „Wicke“ hat eine neue Attraktion bekommen. Dabei handelt es sich um einen Raketenstartplatz aus Holz mit Rutsche.

Gleich nach der Freigabe des neuen Spielgerätes am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, wurde es von den Kindern auf dem Abenteuer-Umweltspielplatz, Schorfheide Straße 52, rege genutzt. Sie liefen die „Startrampen“ hinauf und hinunter, schauten durch die Bullaugen der Holzrakete und ließen sich fotografieren. Einmal Kosmonaut zu sein, ist eben ein schönes Gefühl.

Der Abenteuerspielplatz „Wicke“ wird seit 1992 von der Spielplatzinitiative Marzahn betrieben. Der größte Bau ist die Umweltstation Alpha II, in der auch bei schlechtem Wetter mit Kindern gearbeitet werden kann. Schwerpunkt sind der Umgang mit Naturmaterialien und die Umweltbildung.

In den zurückliegenden zwei Jahren hat der Platz dank Alexander Gusev ein neues Gesicht bekommen. Der Russlanddeutsche hat Spielgeräte wie die große Eisenbahn aus Holz überarbeitet und unter anderem einen Pavillon und eine Mühle gebaut. Auch bei seiner neuesten Arbeit, dem Ensemble „Raketenspielplatz“, verwendete er ausschließlich Holz aus gebrauchten Paletten.

„Die Rakete war wegen der kubischen Form bisher das Schwierigste“, sagt er. Da habe er immer wieder messen und neu sägen müssen. Gusev kam im März vergangenen Jahres als Ein-Euro-Jobber zur Spielplatzinitiative. Gegenwärtig hat er eine Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Das neue Spielensemble mit Rakete wird von der Spielplatzinitiative als besonderer Zugewinn für den Spielplatz betrachtet. „Wir haben unter den Bewohnern von Marzahn-Nord außerordentliche viele Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Unter denen ist das Thema Raumfahrt besonders populär“, erklärt der Vereinsvorsitzende Matthias Bielor. Jason Schulze (11) sieht sich aus dem Bullauge der hölzernen Rakete die Welt an.

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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