Ausstattungstipps für das erste Auto

Fast schon Standard: 2007 hatten bereits 78 Prozent aller Neuwagen Seitenairbags eingebaut. | Foto: Andrea Warnecke
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Junge Autofahrer sollten bei ihrem ersten fahrbaren Untersatz vor allem auf Sicherheit achten. Denn 18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben laut dem Statistischen Bundesamt das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr.

"Es ist besser, auf die technische Ausrüstung als auf die Alufelgen zu achten", mahnt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Grundsätzlich gilt: Je neuer ein Auto ist, desto besser ist meist die Sicherheitsausstattung. Dabei gibt es Merkmale, über die der Käufer kaum noch nachdenken muss, weil sie seit Jahren Standard sind. "Zum Beispiel das Antiblockiersystem ABS ist in fast jedem Auto verbaut - außer bei ganz alten", sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) haben 89 Prozent aller Autos auf deutschen Straßen ABS an Bord.Auch der Schleuderschutz ESP, den manche Hersteller anders nennen - BMW etwa DSC oder Toyota VSC -, ist sehr verbreitet. "Damit gängig ausgestattet werden Autos seit rund zehn Jahren", sagt Andreas Ratzek vom ADAC Technik Zentrum in Landsberg. Erst ab 1. November 2014 müssen aber sämtliche Neufahrzeuge den Schleuderschutz haben. "Soll es ein Kleinwagen sein, sollten sich Kaufinteressenten vergewissern, dass ESP an Bord ist", rät Ratzek. Rund zwei Drittel (62 Prozent) der Autos sind laut VDA mit ihm unterwegs.

Kommt es trotz Schleuderschutz zum Crash, sollen Rückhaltesysteme die Insassen vor Verletzungen schützen. Während der Lebensretter Nummer eins, der Sicherheitsgurt, seit Jahren Pflicht ist, ist die Sache bei Airbags nicht ganz so klar. Da die Luftsäcke, die sich im Notfall in Sekundenbruchteilen aufblasen, gesetzlich nicht vorgeschrieben sind, lohnt immer ein Blick auf die Ausstattungsliste.

Airbags zählen

Zwar hatten nach Auskunft des ADAC 83 Prozent der Neuwagen bereits 1996 einen Fahrer- und 59 Prozent einen Beifahrerairbag eingebaut. Doch Seitenairbags sind seltener: 1999 wurden sie von dem Autoclub erstmals erhoben, die Quote lag bei 35 Prozent, im Jahr 2007 immerhin schon bei 78 Prozent. "Vor allem Frontairbags sollten an Bord sein, weil die häufigste Unfallart der Front-Crash ist", rät Ratzek. "Die Wunschausstattung wären aber sechs Airbags."

In den meisten Fällen wird das erste Auto aber ohnehin ein etwas älterer Gebrauchter sein, sagt Eckehart Rotter vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Auch Verschleiß ist folglich ein Thema: Je älter ein Wagen ist, desto mehr technische Mängel weist er auf, wie die Sachverständigenorganisation Dekra immer wieder feststellt. "Eine frisch durchgeführte Kfz-Hauptuntersuchung ist ein entscheidendes Kaufkriterium", sagt VDA-Sprecher Rotter.

ADAC-Experte Ratzek ergänzt: "Ist das Fahrzeug erst vor kurzem auf dem Prüfstand gewesen, kann davon ausgegangen werden, dass Bremsen, Achsgelenke, Stoßdämpfer, Lenkung oder die Beleuchtung ordnungsgemäß funktionieren." Einen guten Pflegezustand dokumentiert ein lückenlos geführtes Scheckheft.

Wird beim Händler gekauft, besteht nach Ansicht der Experten kein großes Risiko, dass man an ein Mängelexemplar gerät. "Dafür spricht allein die Sachmängelhaftung, denen die Händler unterliegen", sagt KÜS-Sprecher Hans-Georg Marmit. Bei Privatkäufen empfiehlt er aber eine Fahrt in die Werkstatt. Organisationen wie KÜS, TÜV, Dekra oder ADAC bieten spezielle Durchsichten von Gebrauchtwagen an. Je nach Aufwand werden dafür etwa 30 Euro fällig.

dpa-Magazin / mag
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Ratgeber-Redaktion aus Mitte

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