Modernes Herzzentrum für Berlin
Charité und Deutsches Herzzentrum besiegeln Neubau bis 2028

Auf dem Campus Virchow der Charité entsteht ein neues Herzzentrum mit Operationssälen, Laboren und Betten für 300 Patienten. 2023 soll der Neubau beginnen.

Der Neubau soll die Expertise der Charité-Universitätsmedizin Berlin und des Deutschen Herzzentrums Berlin bündeln und ein neuer Anlaufpunkt werden. Für die Zusammenarbeit seien nun die nötigen Verträge notariell beglaubigt worden, teilt eine Sprecherin der Charité mit. Das Herzzentrum auf dem Weddinger Charité-Campus in der Nähe des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals soll mit 28 000 Quadratmetern Nutzfläche bis 2028 fertig werden. Das Land Berlin finanziert das knapp 387 Millionen Euro teure Vorhaben mit rund 287 Millionen Euro. Weitere 100 Millionen Euro kommen vom Bund.

Entworfen haben das 15-geschossige Gebäude die Architekten des Frankfurter Büros Wörner Traxler Richter. 300 Betten sollen den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Teuer machen den Neubau vor allem die hohen Anforderungen für modernste Operationssäle, Hybrid-OPs und Herzkatheterlabore sowie Großgeräte wie Computer- und Magnetresonanztomographen. Auf dem Flachdach des Gebäudes im siebenten Obergeschoss können Hubschrauber landen und starten. Der Landeplatz ist direkt an die campusübergreifende Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Charité im Erdgeschoss angebunden. Im Untergeschoss werden die für die Operationen und anderen Behandlungen benötigten Instrumente sterilisiert. Oberhalb der Terrasse liegen die Pflegebereiche, darunter sind Diagnostik und Therapie untergebracht.

Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer sieht in dem neuen Herzzentrum eine „einmalige Chance für Berlin, international neue Maßstäbe in der translationalen Herzmedizin zu setzen“. Mit Translation ist der schnelle Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse an die Krankenbetten gemeint. Der Neubau sei dafür "ein außergewöhnlicher Zukunftsbaustein", so Kroemer.

Das Deutsche Herzzentrum in Berlin fusionierte Mitte dieses Jahres mit der Charité, Europas größter Universitätsklinik, zum "Deutschen Herzzentrum der Charité" (DHZC), um Europas modernste Kardiologie aufzubauen. Bundeskartellamt und Abgeordnetenhaus hatten die Fusion abgesegnet, die auch wegen der verschiedenen Rechtsformen dauerte. Das Herzzentrum wird von der DHZB-Stiftung getragen.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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