Berufsakademien verbinden Ausbildung und Studium

Früher trug der Abschluss von Berufsakademien immer den Zusatz "(BA)" - heute vergeben sie auch einen Bachelor. | Foto: Franziska Koark/dpa/mag
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Was tun nach dem Abitur? Ein Studium oder eine Ausbildung? Wer beides gern machen würde, ist eventuell bei einer Berufsakademie richtig aufgehoben. Dort wechseln sich Studium und Arbeiten in einem Betrieb regelmäßig ab.

Das Konzept ist von Berufsakademie zu Berufsakademie unterschiedlich. Eines aber eint sie alle: Arbeiten und Studieren gehören zusammen. Manche dieser Akademien heißen auch Duale Hochschulen. Sie verleihen inzwischen einen Bachelor wie herkömmliche Hochschulen, doch gibt es viele Unterschiede."Unsere Absolventen haben mehr Praxiserfahrung als Uni-Studenten", erläutert Kerstin Oppermann, Sprecherin der Internationalen Berufsakademie in Köln. Der hohe Praxisbezug gilt für alle Akademien. An den acht Standorten der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg zum Beispiel wird zunächst gepaukt, dann wird das Erlernte drei Monate lang im Unternehmen angewandt. Im Studienverlauf kehren die Studenten mehrmals in dieselbe Firma zurück, wie die Berufsberaterin Jutta Dietrich von der Arbeitsagentur in Stuttgart erläutert.

Manche Akademien bieten einen zusätzlichen Abschluss der der Industrie- und Handelskammer (IHK) an. An der Internationalen Berufsakademie in Köln beispielsweise ist die externe Prüfung eine Option. An der Berufsakademie Hamburg gehört der IHK-Abschluss sogar von vornherein zur Dualen Ausbildung. Dort kann man jede handwerkliche Lehre mit einem BWL-Studium kombinieren.

In der Regel müssen sich Bewerber für eine Berufsakademie selbst einen Ausbildungsbetrieb suchen, der akzeptiert, dass sie studieren wollen. Allerdings kooperieren die meisten Berufsakademien mit Unternehmen, die passende Lehrstellen anbieten. In den Betrieben verdienen die Studenten dann Geld - und finanzieren so nebenbei ihr Studium, wie Berufsberaterin Dietrich erläutert.

dpa-Magazin / mag
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Ratgeber-Redaktion aus Mitte

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