Geheimnisse im Museum
Was bedeuten Geheimhaltung und Heimlichkeit heute?

von Dirk Jericho

Das Museum für Kommunikation in der Leipziger Straße 16 zeigt ab 12. Oktober die interaktive Ausstellung der Nemetschek Stiftung „Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen“.

Ob am Arbeitsplatz, beim Arzt oder in der Familie – kaum ein Bereich in unserem Leben kommt ohne Geheimnis aus. Geheimnisse können schön sein, erschreckend, böse oder banal. Es gibt sie, seit Menschen zusammenleben, und ihre Geschichte ist eng mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden. Im 21. Jahrhundert jedoch scheint sich die Bedeutung von Geheimnissen verändert zu haben: Soziale Netzwerke, neue Kommunikationsformen und Überwachung bedrängen die Räume und Sphären, die das Entstehen und Bewahren von Geheimnissen ermöglichen, während Transparenz zum Leitbegriff nicht nur in Politik und Wirtschaft wird.

Die Ausstellung „Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen“ der Nemetschek Stiftung, die das Museum für Kommunikation vom 12. Oktober bis 10. März 2019 zeigt, fragt nach dem Zusammenspiel von Transparenz und Schutz, von Macht und Vertrauen sowie von persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung. Auf einem Rundgang vom Zentrum der Macht über Glaubensorte, den eigenen Schreibtisch und die gute Stube bis in das Kinderzimmer können die Gäste erkunden, was Geheimhaltung und Heimlichkeit für unsere Gesellschaft, aber auch für uns persönlich bedeuten.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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