SPD will Wegweiser wiederhaben
Namen der Partnerstädte wurden im Boden eingelassen

Foto von 2007 mit dem Wegweiser auf dem Rathausvorplatz. | Foto: Dirk Jericho
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Jetzt, wo der steinerne Rathausplatz nach sieben Jahren Planung, Gestaltungswettbewerb und drei Jahren Bauzeit fertig ist, kommt die SPD-Fraktion mit dem Antrag, den „historischen Wegweiser wieder auf dem Rathausvorplatz im Wedding aufzustellen“.

Früher stand vor den drei Pappeln ein Mast mit Schildern von Weddings Städtepartnern, die in die jeweiligen Himmelsrichtungen zeigten. Mit der Neugestaltung wurden der Mast und das Hochbeet entfernt. Stattdessen stehen heute die Namen der Städtepartner von Mitte – 17 Orte, von Bottrop und Kassel über Budapest, Istanbul und St. Petersburg bis hin zu Tokio – auf dem Boden. Die Schriftzüge sind als Intarsien auf dem gesamten Platz in die Bodenplatten eingearbeitet.

„Viele Jahre wurden die Partnerstädte durch einen Wegweiser auf dem Rathausvorplatz des Rathauses Wedding sichtbar gemacht“, heißt es im SPD-Antrag. Dass die Namen der 17 Städtepartner – auf dem alten Weddinger Wegweiser gab es nur sieben – im Boden eingelassen und so modern die nationalen und internationalen Partnerschaften geehrt werden, haben die Sozialdemokraten vielleicht noch nicht mitbekommen.

Auch Karsten Scheffer vom beauftragten Projektsteuerer wundert sich. Die Planungen seien 2015 erarbeitet und abgestimmt worden. "Es wurden entgegen der Darstellung auf dem historischen Wegweiser alle Partnerschaften des Bezirks Mitte aufgenommen und in die Pflasterstreifen integriert. Das Büro ANNABAU architektur und landschaft hat sehr schöne Entwürfe mit den jeweiligen Schriftzügen im Betonsteinpflaster erarbeitet", so Scheffer. Da alle Partnerschaften von Mitte nun gut sichtbar auf der Fläche angeordnet seien, "erübrigt sich das erneute Aufstellen eines Schildes und würde eine Doppelung darstellen". DJ

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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