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Amtsärzte fordern an Hitzetagen Siesta für Arbeitnehmer

Bei krasser Hitze muss der Körper mächtig ackern, um die Temperatur zu regulieren. Sie soll nicht über 37 Grad steigen, sonst zerfallen die Proteine. Hitze ist daher für den Körper Schwerstarbeit – und vor allem für Ältere und Kranke gefährlich.

4500 Hitzetote gab es laut Robert-Koch-Institut 2022. Viele Kommunen haben deshalb Hitzeschutzpläne. In Berlin öffnen Kirchen ihre Türen für etwas Abkühlung hinterm Gemäuer. Jetzt hat der Vorsitzende des Bundesverbands der Amtsärzte, Johannes Nießen, eine Siesta, also eine Mittagsruhe vorgeschlagen. Wie in südlichen Ländern sollten die Arbeiten mittags unterbrochen werden. Auch Gesundheitsmeteorologe Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst hält das für eine „tolle Sache“. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) findet den Vorschlag ebenfalls gut, Arbeitgeber sollten eine solche Siesta ermöglichen.

Das wichtige Päuschen betrifft natürlich vor allem die, die draußen schuften müssen. Wer unter der glühenden Mittagssonne auf dem Dach Solarpaneele anschraubt oder Autobahnen asphaltiert, gefährdet seine Gesundheit. Büroleute in klimatisierten Räumen hingegen brauchen wohl eher keine Hitze-Siesta. Im Homeoffice empfiehlt Johannes Nießen „ein kaltes Fußbad zur Abkühlung“. Krankenhäuser müssten Schutzmaßnahmen für die Patienten ergreifen, „wo es in Deutschland so heiß geworden ist“, sagte Nießen im ZDF.

Ich kann mich erinnern, dass wir in meiner Kindheit im Sommer bei brennender Affenhitze nach der Schule am liebsten in den Baggersee gesprungen sind. Eine Siesta zur glühenden Mittagszeit halte ich heute, wenn machbar, auch für eine coole Sache. Ein Mittagsschläfchen zum Ausruhen wie in Spanien? Einfach perfekt!

Sollten Arbeitgeber ihren Angestellten an Hitzetagen eine Siesta ermöglichen?
Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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