Kieztage zur Müllentsorgung
BSR kommt jetzt zweimal im Monat in den Bezirk

Bei den sogenannten BSR-Kieztagen kann man alte Sachen entsorgen und gut Erhaltenes tauschen. | Foto:  BSR
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  • Bei den sogenannten BSR-Kieztagen kann man alte Sachen entsorgen und gut Erhaltenes tauschen.
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Ab April werden die Kieze zweimal im Monat zum „kleinen Recyclinghof direkt vor der Haustür“, wie die Berliner Stadtreinigung (BSR) sagt. Die BSR-Kieztage sollen im Rahmen der Senatsstrategie „Saubere Stadt“ auch das Zuständigkeitspingpong beenden.

Der alte Kühlschrank auf dem Gehweg oder weggeworfene Kommoden und Teppiche im Park: Im Kampf gegen die Vermüllung hat das Abgeordnetenhaus jetzt das Abfallgesetz geändert. Damit werden auch die Zuständigkeiten klar geregelt. Die Stadtreinigung ist für Sperrmüll zuständig. Die Müllautos kommen ab April zweimal im Monat in den Bezirk und sammeln bei den sogenannten Kieztagen Sperrmüll und Elektroschrott ein.

Die Sammelaktionen bezeichnet die BSR als „mobile Entsorgungsevents“. Die Berliner können rund um die orangefarbenen Laster auch Gebrauchtes tauschen oder verschenken und miteinander ins Gespräch kommen, so die Idee. „Wir wollen es den Bürger:innen möglichst einfach machen, ihren Sperrmüll und andere Wertstoffe umweltgerecht zu entsorgen. Gleichzeitig bleibt gut Erhaltenes im Stoffkreislauf“, sagt BSR-Chefin Stephanie Otto.

Was andere noch gebrauchen könnten, kann man auf dem Tausch- und Verschenkemarkt abgeben. Spielzeug, Geschirr, Fahrräder, Kleinmöbel oder Taschen finden so vielleicht einen neuen Besitzer. Was abends immer noch rumsteht, bringen die Sperrmüllsammler in das BSR-Gebrauchtwarenkaufhaus. In der „NochMall“ in der Reinickendorfer Auguste-Viktoria-Allee 99 kann man seit 2020 gebrauchte Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Haushaltswaren, Spielzeug, Bücher und vieles mehr für kleines Geld kaufen. Die Einnahme dienen laut BSR lediglich dazu, die Kosten für das Gebrauchtwarenkaufhaus zu decken.

Die neuen Kieztage kosten rund vier Millionen Euro pro Jahr und sind ein weiterer Baustein in der Zero-Waste-Strategie des Senats. In einigen Bezirken gab es seit 2019 bereits Sperrmülltage. Bei einem Pilotversuch 2022 wurde die mobile Abgabemöglichkeit für Sperrmüll und Elektroaltgeräte um Beratungsangebote zum Thema Abfall und einen Tausch- und Verschenkemarkt ergänzt. Dieses Konzept wird 2023 und 2024 auf Bezirke ausgeweitet.

Weitere Informationen und die Termine der Kieztage unter https://www.bsr.de/mein-sperrmuell-kieztag-30414.php.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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