Tod im Kurfürstenkiez
Suizid, Mord, Unfall? Wolfgang Brenner veröffentlicht Krimi mit Lokalkolorit

Die 15-jährige Gudrun ist aus dem vierten Stock ihres Wohnhauses gestürzt. Was Ermittlerin Loreley Kubitko als Erstes auffällt: Die Tote war sehr dick. So wie sie selbst. Vielleicht kann sie das deshalb nicht gleich als Selbstmord abhaken. Sie beginnt, sich näher mit dem Fall zu beschäftigen.

Das ist die Ausgangslage des Kriminalromans „Loreley“ von Wolfgang Brenner, der in diesen Tagen im Jaron-Verlag erschienen ist. Die Geschichte spielt in Schöneberg, rund um die Kurfürstenstraße. Hier hat Gudrun Läpple mit ihrem Vater, einem arbeitslosen Lehrer, gelebt. Der scheint seltsam unberührt vom Tod seiner Tochter. Auch ihr Bruder, der bereits ausgezogen ist, ist ihr nicht nur in Liebe verbunden.

Als sich herausstellt, dass Gudrun schwanger war, setzt Loreley alles daran, den Erzeuger zu ermitteln. War es der eigene Vater? Hat das seltsame Nachbarspaar etwas mit der Sache zu tun? Oder war das Mädchen gar nicht so unschuldig, wie sie von allen beschrieben wird? Die Polizistin deckt langsam, aber sicher die verworrenen Verhältnisse auf.

Der Autor Wolfgang Brenner hat mit „Loreley“ einen gleichzeitig spannenden und vergnüglichen Berlin-Krimi mit jeder Menge Lokalkolorit geschrieben. Er selbst lebt schon seit mehr als 40 Jahren in Schöneberg.

Wolfgang Brenner: „Loreley“, 320 Seiten, Jaron-Verlag, ISBN 978-3-89773-147-9, 16 Euro.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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