Brandserie im Kiez Heerstraße Nord
Gewobag installiert nun doch Sicherheitsdienst

Ab 18 Uhr bis 6 Uhr früh sollen jetzt im Gebiet Heerstraße Nord Sicherheitsstreifen unterwegs sein.  | Foto:  Thomas Frey
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Aufgrund der Brandserie im Gebiet Heerstraße Nord haben Anwohner immer wieder nächtliche Sicherheitsstreifen gefordert. Nach anfänglicher Ablehung hat die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag jetzt wohl auf öffentlichen und politischen Druck seit 25. März mobile Kräfte im Einsatz.

Der Sicherheitsdienst soll vorerst jede Nacht zwischen 18 Uhr und 6 Uhr früh im Einsatz sein. Allerdings wurde von Anwohnern berichtet, dass niemand auf den Wegen angetroffen wurde. Mieterin Franziska Mihalic ist wie andere dagegen die lange Verweildauer der mobilen Wachschützer am Waschraum am Blasewitzer Ring 34 aufgefallen. Sie habe am 26. März drei Personen gezählt, die für den Streifendienst abgestellt waren, schreibt sie in einer E-Mail an das Spandauer Volksblatt. Am nächsten Abend seien es vier gewesen. Dies sei zu wenig Personal für das gesamte Gebiet, findet sie. Zudem regt sie an, dass die Streifen deutlich sichtbar sein sollten. "Die laufen in dunkler Kleidung rum", kritisiert sie. Dies lasse vermuten, dass sie mögliche Brandstifter ertappen sollen. Stattdessen sollte die Hauptaufgabe Prävention und somit die Streifen schon von weitem sichtbar sein. "Damit niemand auf dumme Gedanken kommt".

Franziska Mihalic spricht nach eigenen Angaben auch für eine Mieterinitiative namens "Brennpunkt Staaken". Sie plane am Sonnabend, 2. April, zwischen 10 und 13 Uhr am Staaken-Center an der Obstallee eine Informationsveranstaltung.

Der "Brennpunkt" in Staaken ist inzwischen auch bei der SPD angekommen. Innensenatorin Iris Spranger hatte der Gewobag nach den letzten Bränden Untätigkeit vorgeworfen. Ihr SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Raed Saleh kündigte jetzt gebenüber dem Spandauer Volksblatt an, dass Sperrmüll und Schrottautos weggeräumt würden, Außenanlagen gesäubert, regelmäßige Reinigungsintervalle eingerichtet, Müllplätze grundsaniert und die Beleuchtung erneuert, beziehungsweise an dunklen Ecken zum ersten Mal angebracht würden. Auch die Reparatur der Aufzüge solle nicht mehr ewig dauern. Es werde eine mobile Beratung des Trägers Outreach geben und vor allem kämen neun zusätzliche Hausmeister in das Gebiet. Dazu habe sich die Gewobag bereit erklärt. Dass das Paket nach politischem Druck auf den Weg gebracht wurde, darf angenommen werden.

Um die Brandserie dauerhaft zu stoppen, will die Gewobag nach Angaben von Raed Saleh, mehr als 50 Kameras vor allem an den Hauseigängen installieren. Dafür braucht es aber das Einverständnis der Mieter. Laut Saleh und Mietern aus dem Viertel haben viele bereits ihre Zustimmung erteilt.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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