Steglitz. In die Villa in der Klingsorstraße ist wieder Leben eingezogen. 117 Frauen, Männer und Kinder haben eine vorübergehende Bleibe gefunden.
Die Flüchtlinge kommen aus Ex-Jugoslawien, Syrien, Afghanistan,Vietnam, Irak, Tschetschenien und Pakistan. Ihre Kinder besuchen die Schule und nachmittags den Hort. Viele Eltern haben sogar einen Kita-Platz für den Nachwuchs bekommen. Viele der Flüchtlinge in der Klingsorstraße haben Schlimmes erlebt und sind traumatisiert. Sozialarbeiter, Betreuer und Sicherheitspersonal kümmern sich um sie. Dennoch wird Hilfe gebraucht. "Wir freuen uns über Spenden wie Spielzeug, Winterkleidung oder Hausrat", sagt Suada Dolovac, Mitarbeiterin des Betreibers der Flüchtlings-Unterkunft, der Gierso Boardinghaus Berlin GmbH. Auch Angebote zum Sporttreiben und zur Freizeitgestaltung werden gesucht. Zu Trägern von Freizeiteinrichtungen und Kirchengemeinden bestehen bereits Kontakte. Die Mitarbeiterin denkt an Hilfe in Form eines ehrenamtlichen Engagements. So könnten beispielsweise kostenlose Kurse das Einleben der Flüchtlinge in der Fremde erleichtern (Kontakt auf www.gierso.de oder 44 32 63 00).
Insgesamt bezeichnet der Betreiber die Zusammenarbeit mit dem Bezirk als gut. "Auch die Anwohner haben ihre neuen Nachbarn freundlich aufgenommen", sagt Suada Dolovac. Auch Sozialstadtrat Norbert Schmidt (CDU) spricht von vorwiegend positiven Reaktionen. Zwei weitere geplante Unterkünfte an der Goerzallee sind so gut wie genehmigt. "Für beide Häuser wird eine Genehmigung für jeweils 200 Plätze erteilt", erläutert Schmidt. Spätestens Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Asylsuchende einziehen.
Angesichts der zu erwartenden Flüchtlingsströme dürften noch weitere Unterkünfte in Steglitz-Zehlendorf eingerichtet werden. Schmidt rechnet damit, dass am Ende etwa 800 Menschen vorübergehend hier leben werden. Derzeit sei man dabei, weitere Unterkünfte zu akquirieren. So hat das Bezirksamt dem zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) auch Wohnungen für Familien angeboten. Unter anderem sind Häuser in der Tautenburger Straße im Gespräch.
Karla Menge / KM
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