Ppro-russische Symbole
Gräber auf Friedhöfen geschändet

Auf dem Friedhof Reinickendorf in der Humboldtstraße sind am 24. März mehrere beschädigte Grabsteine entdeckt worden. Ähnliche Grabschändungen wurden bereits am 16. März auf dem benachbarten katholischen Friedhof St. Sebastian festgestellt.

Wie das Bezirksamt mitteilte, haben die Täter dabei pro-russische sowie putinfreundliche Symbole hinterlassen. Die Polizei zählte zunächst neun beschmierte Steine sowie eine beschmierte Sitzbank und Schmierereien an der Kapelle auf dem Friedhof Reinickendorf. Auf dem dort nicht namentlich genannten St. Sebastian-Friedhof seien mehrere beschädigte Grabsteine sowie besprühte Bäume und Schilder von einer Besucherin angezeigt worden.

Die abscheulichen Akte der Grabschändung seien durch nichts zu rechtfertigen, erklärte Ordnungs- und Umweltstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU). "Die Täter verstoßen nicht nur gegen unsere Gesetze, sondern auch gegen alle Grundsätze der Menschlichkeit und des Respekts."

Das Bezirksamt erinnerte im Zusammenhang mit den aktuellen Taten auch daran, dass es bereits in der Vergangenheit zu Vandalismus auf Friedhöfen gekommen ist. Auch im vergangenen Jahr seien Grabsteine besprüht und umgeworfen worden sowie Gegenstände, etwa die Skulptur "Sitzende Trauernde" auf dem Friedhof Frohnau, gar gestohlen worden.

Laut Polizei dauern die Ermittlungen zu den aktuellen Vorkommnissen weiter an.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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