Kriminalstatistik 2023
Pkw-Einbrüche in Reinickendorf kräftig gestiegen

Ein Fall von Sachbeschädigung im öffentlichen Raum war dieser Baumfrevel im vergangenen November im Schäferseepark.  | Foto:  Maria José Flores Carrion, SP UG
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  • Ein Fall von Sachbeschädigung im öffentlichen Raum war dieser Baumfrevel im vergangenen November im Schäferseepark.
  • Foto: Maria José Flores Carrion, SP UG
  • hochgeladen von Thomas Frey

Die Zahl der Straftaten insgesamt hat sich in Reinickendorf von 2022 zu 2023 kaum verändert. Allerdings haben Diebstähle und Einbrüche, Raub, Körperverletzung, Sexualverbrechen oder Brandstiftung zugenommen.

Im Jahr 2023 hat es in Reinickendorf insgesamt 28 071 Straftaten aller Art gegeben. Das waren geringfügig weniger als im Jahr zuvor (28 254). Bei Diebstählen, Einbrüchen, Raub, Körperverletzung, Sexualverbrechen oder Brandstiftung ist allerdings ein deutlicher Anstieg von 7960 auf 9616 festzustellen, was einen Zuwachs von 1696 bedeutet. Dies teilte die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Stephan Schmidt mit.

Am häufigsten wurden Diebstähle aus Kraftfahrzeugen registriert. Allein hier gab es 2478 Fälle, das waren 580 mehr als 2022 und auch der höchste Zuwachs. Stark angestiegen mit einem Plus von 522 sind auch Keller- und Bodeneinbrüche. Insgesamt gab es 1022 Taten, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor (470).

Noch davor liegen die 1055 Fahrraddiebstähle (118 mehr als 2022) und Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen mit 1193 und einem Zuwachs von 147. Zurückgegangen sind vor allem Straftaten im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz. Wurden 2022 noch 628 Fälle registriert, so ging ihre Zahl um 54 auf 574 Fälle im vergangenen Jahr zurück. Auch bei Taschendiebstählen ist ein deutlicher Rückgang um 99 auf 506 zu verzeichnen.

Die meisten öffentlichkeitswirksamen Straftaten wurden mit 3715 im Ortsteil Reinickendorf verübt. Das ist gemessen an der Gesamtzahl ein Anteil von 38,6 Prozent. Es folgt Tegel mit 1566 Delikten, im Märkischen Viertel waren es 1085, in Wittenau 989. Demgegenüber weisen Lübars mit 76 und Konradshöhe mit 72 äußerst geringe Fallzahlen aus. Ihr Anteil an den Gesamtdelikten betrug jeweils nur 0,8 Prozent.

In der Analyse zeige sich, dass die Fälle von Kleinkriminalität wieder zugenommen hätten, erklärte Stephan Schmidt. Zudem seien Wohnungen und Häuser nach der Pandemie wieder verstärkt einbruchsgefährdet, weil sie tagsüber oft verlassen sind. Besonders bei Delikten, die häufig auftreten und eine niedrige Aufklärungsquote hätten, sei neben dem Stärken der Sicherheitskräfte auch eine verstärkte Präventionsarbeit notwendig. Ihm und seiner Partei sei außerdem wichtig, dass in neuen Wohnquartieren die soziale Infrastruktur mitgedacht werde. „Dazu gehören Kitas, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten – und natürlich auch Polizeipräsenz“.

Ein Fall von Sachbeschädigung im öffentlichen Raum war dieser Baumfrevel im vergangenen November im Schäferseepark.  | Foto:  Maria José Flores Carrion, SP UG
Stephan Schmidt mit den Ergebnissen seiner Anfrage in Papierform.  | Foto: Büro Stephan Schmidt
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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