Alles in der eigenen Hand
Füchse wollen Abstiegsendspiel verhindern

Die Füchse Berlin (grün) haben den Klassenerhalt in der Berlin-Liga nach dem 4:3-Sieg in Schöneberg in den eigenen Händen. | Foto: Michael Nittel
  • Die Füchse Berlin (grün) haben den Klassenerhalt in der Berlin-Liga nach dem 4:3-Sieg in Schöneberg in den eigenen Händen.
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Die Füchse Berlin können zwei Spieltage vor dem Ende der Saison in der Berlin-Liga den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Ausschlaggebend war der 4:3-Auswärtserfolg beim 1. FC Schöneberg am 27. Mai. Allerdings war der Sieg beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht mühseliger als von vielen erwartet.

„Jetzt geht mein Puls allmählich wieder nach unten“, zeigte sich Füchse-Coach Guido Perschk kurz nach der Partie auf dem Sportplatz am Vorarlberger Damm sichtlich erleichtert. Zwar habe er in der zurückliegenden Trainingswoche alles dafür getan, darauf hinzuweisen, dass auch dieses Spiel ernsthaft angegangen werden muss, um es erfolgreich zu gestalten. Jedoch: „Ich glaube, dass einige von meinen Jungs schon mit dem klaren Ziel in die Partie gegangen sind, hier möglichst hoch zu gewinnen, um etwas für unser Torverhältnis zu tun. Und deshalb haben sie Dinge gemacht, die nicht zu unserem Fußball gehören.“ Und so kassierte man auch gegen den Tabellenletzten, der im Schnitt gerade mal ein Tor pro Partie erzielt, drei Gegentore. Letztlich sorgten aber die Treffer von Julian Baersch, Dario Greiser, Philipp Trampisch und Steven Haubitz für den zehnten, so immens wichtigen Saisonsieg.

20 Punkte nach der Winterpause

Unabhängig von der Leistung in Schöneberg haben die Füchse im Saisonschlussspurt aber nach wie vor alle Trümpfe in der Hand. Da aber auch die Konkurrenz im Tabellenkeller fleißig punktet und Spiele gewinnt, wie man es so nicht unbedingt erwarten durfte, müssen die Grün-Weißen weiter zittern. Und das, obwohl der Traditionsklub eine mehr als nur ordentliche Rückrunde spielt. Das attestierte auch der Coach seinem Team: „Zwar trübt die Leistung gegen Schöneberg ein wenig meine Stimmung. Aber grundsätzlich bin ich mit dem, was die Truppe in der Rückrunde bis dato abgeliefert hat und ihrer Entwicklung, äußerst zufrieden. Wir haben nach der Winterpause immerhin schon 20 Punkte geholt und befinden uns nur deshalb noch in Abstiegsgefahr, weil auch unsere Konkurrenz im Tabellenkeller, die Spandauer Kickers, Türkspor oder Al-Dersimspor, richtig gute Leistungen zeigen.“

"Alles reinhauen, um zu gewinnen"

In den letzten beiden Spielen – beim SV Empor, für den es um nichts mehr geht, und gegen den BSV Al-Dersimspor, der auch noch zittern muss – geht es nun also um alles. „Wir müssen in beiden Partien noch einmal im hohen Leistungsbereich ankommen, was uns in Schöneberg leider nicht gelungen ist, und alles reinhauen, um diese Spiele zu gewinnen.“

Natürlich hofft Perschk, bereits beim Gastspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am Sonnabend, 9. Juni, die entscheidenden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren und ein mögliches Abstiegsendspiel am letzten Spieltag gegen Al-Dersimspor zu verhindern. Und falls nicht? „Natürlich kann ich sehr gut auf so ein Endspiel verzichten. Und es wäre großartig, wenn wir den Klassenerhalt vorher klar machen können“, hoffte Perschk, gab aber unmissverständlich zu verstehen: „Wenn es aber doch zu einem Endspiel kommen sollte, dann werden wir das annehmen und gewinnen!“

Die Partie im Wackerstadion an der Kienhorststraße wird dann am Sonntag, 17. Juni, um 14 Uhr angepfiffen.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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